Theorie der dynamischen Realität  |  

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Reinkarnation



    Reinkarnation ist der Glaube an eine Wiedergeburt.

    Kann es eine Wiedergeburt geben?

    Die originalgetreue körperliche sowie geistige Wiedergeburt wäre nur möglich, wenn sich das Dasein immer wieder, nach einer bestimmten Zeit, wiederholen würde. Wenn man die Zeit aber als unendlich postuliert, kann es keine Wiederholungen geben.

    Zudem besteht die Welt aus "Wellen", die gebündelt als Wellenpakete (Teilchen) sich zusammenschließen und für uns subjektiv zur Materie werden. Das Wesen der Natur ist es, nach einer Verdichtung (die zu Materieteilchen wurden), den umgekehrten Weg zu gehen, von Materie zu Wellen. Und die Wellen sind quasi unendlich an der Zahl. Wie soll da eine Wiedergeburt möglich sein?

    Aufgrund der unendlichen Möglichkeiten der Wellen sich zusammen zu schließen, ist die Möglichkeit das sich ganze Wellenpakete und Teilchen ein zweites Mal treffen und bündeln, zu den gleichen Verdichtungen wie zuvor, unendlich klein, also so gut wie ausgeschlossen. Und da ja ein Mensch auch von stetiger Veränderung erfaßt wird, müßte also sich die ganze Welt wiederholen, um die gleichen Veränderungen die ein Mensch durchlebt, wiederholen zu lassen. Dies schließt nun vollkommen die Reinkarnation aus, es sei denn, man behauptet, alles weltliche wiederholt sich, nach unendlich langer Zeit (was aber ein Widerspruch an sich ist, denn in unendlich weiter Ferne - die Zeit betreffend - gibt es keinen Neuanfang, sonst wäre es zeitlich nicht unendlich fern). Eine solche Theorie, also die des wiederholten Weltanfangs, ist eine fixe Idee und hat mit Reinkarnation nichts zu tun. Die körperliche Reinkarnation ist also auf diesem Wege nicht möglich.

    Die körperliche Wiedergeburt ist auch nicht möglich, wenn man die Zeit und den Raum als endlich postuliert.

    Davon ausgehend, daß unser Universum ein Anfang und ein Ende hat, in räumlicher wie auch zeitlicher Dimension, ist eine Wiederholung des weltlichen Ablaufs unseres Universums nicht möglich. Wenn es vergangen ist, kommt es nicht wieder. Es mögen andere Universen kommen, aber nicht dasselbe, nicht unseres. Eine körperliche Wiedergeburt ist auch hier ausgeschlossen, da unsere Welt, unser Universum, sich nicht wiederholt.

    Bei der rein geistigen Reinkarnation jedoch wird keine körperliche Materie übertragen, sondern nur geistige und emotionelle Fähigkeiten von höherer Qualität, laut Buddhismus. Doch handelt es sich da nicht eher um einen Zugriff aufs Informationsfeld, statt um Reinkarnation?

    Dennoch bei einer geistigen Reinkarnation, so wie es sich die Buddhisten vorstellen, müssen wir mal genauer hinschauen. Wenn ein Gedankenstrang auf der Erde eine Zeit verweilt und von einem anderen Menschen in sein geistiges Bezugssystem aufgenommen hat, lebt dieser Gedanke des anderen Menschen dann fort?

    Ja lebt dieser Geist des anderen in dem einen Menschen fort, wo doch Gedanken so flüchtig sind? Kaum gedacht sind sie doch schon weg und sind Vergangenheit. Und, wie wir ja schon betrachtet haben, gibt es den zusammenhangvollen Gedanken nicht, da in der Gegenwart allerhöchstens ein einzelner Buchstabe zu finden ist (und selbst das ist noch zweifelhaft). Wie kann es da eine geistige Reinkarnation geben?

    Kommen wir zum höchsten Vertreter der Reinkanation, dem sogenannten Dalai Lama, der ja eine Wiedergeburt sein soll.

    Der Dalai Lama wird im tibetischen Buddhismus als Bodhisattva verstanden, als erleuchtetes Wesen. Der gegenwärtige 14. Dalai Lama ist der buddhistische Mönch Tendzin Gyatsho (geboren am 06.06.1935). Er gilt als Wiedergeburt des 1933 verstorbenen XIII. Dalai Lamas.

    Ist also beispielsweise der jetzige Daila Lama (übersetzt: "ozeangleicher Lehrer") ein buddhistischer Meister, den ein Vorgänger bewußt als selbst bestimmte Wiedergeburt (Reinkarnation) eines früheren Meisters identifiziert hat? Die Reinkarnation eines anderen Menschen (eines Bodhisattva, der das Wesen der Welt ergründet, aber noch nicht erleuchtet ist) also (oder sogar eines bereits erleuchteten Menschen, ein sogenannter Buddha), wie behauptet wird?

    Was hat das geistige Bezugssystem des Daila Lama an Gedanken von einem früheren Bodhisattva (oder Buddha) aufgenommen? Nur einen einzelnen Grundgedanken? Oder ein ganzes Paket von Gedanken, eine ganze Gedankenwelt? Oder wurde in ihm ein Gedankenmotor installiert, der ständig Gedanken eines verstorbenen Bodhisattvas oder Buddhas produziert?

    Hat der Dalai Lama nunmehr keine eigenen Gedanken mehr, ist er dann quasi ferngesteuert von einem verstorbenen Bodhisattva oder Buddha (der im Totenreich weiterlebt und den Dalai Lama auf Erden wie eine Marionette dirigiert)?

    Hat er nicht nur dessen Gedanken, sondern auch seinen Charakter angenommen?

    Aber was bedeutet Charakter?

    Ein Charakter formt sich durch die Außenwelt und durch innerliche Werte, um es mal kurz zu formulieren. Diese beeinflussen unser Denken. Die Welt des jetzigen Dalai Lama ist eine andere, als die seiner Vorgänger. Lebt denn der jetzige Dalai Lama in der Vergangenheit seiner Vorfahren? Nur dann kann er Gedanken kreieren, wie sie seine Vorgänger hervorbrachten. Aber dies geschähe größtenteils nicht bewußt, da sich vieles im Unterbewußtsein - bzw. auch im Unbewußten - abspielt.

    Wissen wir, was wir in Zukunft denken werden, wo die Welt sich doch stetig wandelt? Kaum einer weiß genau, was er überhaupt in den nächsten Momenten denken wird. Unser geistiges Bezugssystem "produziert" ständig neue Gedanken und in welche Richtung sie gehen, welcher Art sie sind, legt zu einem großen Teil unser Unterbewußtsein und dann der Charakter fest. Kann also der Dalai Lama den Charakter von einem Bodhisattva oder Buddha, unter diesen Umständen, übernehmen, wo der heutige Dalai Lama doch einen eigenen Charakter hat (dies sei ihm mal unterstellt)? Oder hat er keinen eigenen Charakter, sondern den eines vor langer Zeit verstorbenen Menschen? Auch ein Bodhisattva oder Buddha ist (bzw. war, wenn verstorben) ein Mensch.

    Wenn ja, dann müßte sich sein geistiges Bezugssystem geändert haben, damit er Gedanken in Art und Weise eines Bodhisattva oder Buddhas produziert. Aber es wären auf jeden Fall neue Gedanken (wir leben ja in der Gegenwart und haben deshalb gegenwärtig keine alten Gedanken eines vor Jahrhunderten verstorbenen Bodhisattva oder Buddha), womit ausgeschlossen ist, daß er die Reinkarnation eines anderen Menschen (Bodhisattva oder Buddha) ist, auch wenn er sich hat von fremden Gedanken beeinflussen lassen, sofern er diese aufgenommen hat. Man wird ja nicht automatisch zur Reinkarnation durch irgendwen, nur weil man von jemanden beeinflußt wurde und nun dessen Gedanken und Ideen weiter verfolgt. Die Reinkarnation, so scheint mir, ist eine fixe Idee und nicht gut durchdacht. Ob man mittels Meditation seine Gedanken, als Gedankenpaket, in die Welt abschicken kann an eine bestimmte aber unbekannte Person, die vielleicht erst in ferner Zukunft geboren wird, wie es von den Buddhisten behauptet wird, halte ich für sehr fragwürdig.

    Aber wenn die Buddhisten dies mit der Wiedergeburt glauben wollen, sollen sie es ruhig tun, sie schaden ja niemanden damit, was die chinesische Regierung (und ich ebenfalls) allerdings anders sieht.

    Reinkarnation bedeutet Unterdrückung und Verlust von Freiheit. Der eigene Wille wird unterdrückt und durch den Willen eines anderen ersetzt. Selbst der eigene Charakter würde unterdrückt werden und durch einen anderen Charakter ersetzt oder zumindest stark beeinflußt und beeinträchtigt werden. Die eigenen Gedanken dürften nicht gedacht werden und müßten fremden Gedanken weichen, den eines Buddhas. Man könnte das mit Gehirnwäsche gleichsetzen. Reinkarnation ist etwas totalitäres und erhebt einen totalen Machtanspruch über andere. Kein Wunder das die Chinesische Regierung, die selbst eine totale Macht für sich in Anspruch nimmt, in ihrem Reich keine anderen (irdischen) Mächte haben will, die ebenfalls einen totalen Machtanspruch einfordern. Darum ist der Dalai Lama, der sich als die Inkarnation von Avalokiteshvara (dem Bodhisattva des universellen Mitgefühls) ausgibt, auch der Staatsfeind Nr. 1 in China.

    Der Dalai Lama ist also nicht einfach nur, wie wir es aus den Medien her kennen, der liebe ältere Herr, der vielen regierenden Herrschern lächelnd die Hand drückt, um ihnen danach von Tibet zu erzählen. Indem er sich als eine Reinkarnation ausgibt, erhebt er totalitären Anspruch über das Leben und hat damit (unglaubliche) Macht bei seinen Religionsanhängern. Das eine solche unabhängige Macht in Chinas großem Reich existiert, kann der Chinesischen Regierung nicht gefallen.

    Auch gibt es viele andere Kritikpunkte dem Dalai Lama und dem Buddhismus betreffend. Es ist unverständlich, warum man dem Buddhismus als absolut friedfertige Religion hinstellt, ohne sich überhaupt kritisch mit deren Aspekten und deren Ideologie auseinandergesetzt zu haben. Daß der Dalai Lama 1989 Friedensnobelpreisträger wurde, ist politisch bedingt und zielt gegen China. Ansonsten ist es eine Ignoranz über die tatsächlichen Hintergründe seines von ihm geführten Buddhismusses. Aber was ist der Friedensnobelpreis denn noch wert, wenn man sich mal anschaut, wer ihn alles bekommen hat? Personen die Blut an den Händen haben, wie beispielsweise Anwar as-Sadat (1918-1981), Friedensnobelpreisräger von 1978, der Ägypten in den Jom-Kippur-Krieg führte, oder Jassir Arafat (1929-2004), Friedensnobelpreisträger von 1994, der ein Terrorist war (für dessen Anhänger er ein Freiheitskämpfer gewesen ist). Mit dem Friedensnobelpreis wird internationale Politik betrieben. Wahre würdige Friedensträger bekommen diese Auszeichnung in der Regel eher selten. Insofern darf man den Friedensnobelpreis auch nicht so hochschätzig ansehen.

    Noch unerträglicher ist die Behauptung des Buddhismus, jeder Mensch ist die Reinkarnation eines anderen verstorbenen Menschen. Die Seele (Geistfelder) des Verstorbenen suchen sich bei sexuellen Kontakten von Mann und Frau diejenige Spermie des Mannes beim Geschlechtsakt aus, die ins Ziel kommen wird, also diejenige die zur Befruchtung führt, um nach 9 Monaten aus dem Mutterleib ins irdische Leben wieder treten zu können.

    Keiner wäre demnach ein eigener Mensch mehr. Niemand hätte einen eigenen Willen, sondern wäre beherrscht von einer fremden Seele, die sich Leib und Seele eines anderen Menschen einverleibt hätte. Ich glaube, so mancher Glaube ist nicht nur Aberglaube, sondern auch gefährlicher Irrglaube.

    Wenn man glaubt "Informationen" wären lebendig (im Sinne von Lebewesen), sofern sie als Gedankenpaket verdichtet sind und uns umgeben, der irrt. Informationen führen kein "Eigenleben" im Sinne eines lebendigen Körpers. Auch Musik macht einen lebendigen Eindruck, es sind aber nur Schwingungen. Es ist also kein dynamischer Geist, keine lebende Seele, die durch den Raum schwirrt, sondern energiegeladene, informative Schwingungen, wie beispielsweise bei einer Nachrichtensendung im Radio. Wir müssen also keine Angst haben, das wir von unsichtbaren Geistern umgeben sind, die versuchen in uns einzudringen (wie beim Kinofilm "Ghost Buster") und uns zu manipulieren versuchen. Natürlich werden wir manipuliert, wenn wir die Gedanken anderer aufnehmen. Das kann bei Gesprächen mit Freunden und Angehörigen sein, beim lesen der Tageszeitung, beim hören von Nachrichten und auch anderweitig. Wir sind ständig irgendwelchen Manipulationen unterworfen. Das ist unser Alltag. Wir brauchen also keine Psychose bekommen, keinen Verfolgungswahn entwickeln, weil wir Informationen von anderen bekommen haben, die uns beeinflussen.

    Wenn man eine nahestehende Person nach ihrem Tod wiederzusehen glaubt, haben sich dann die Gedanken (Informationen) so weit angestaut, daß diese auch materialisiert werden können? Denn Information ist ja in unserem Universum nicht von Raum und Zeit getrennt und damit nicht von der Materie. So kann sich Information zu Materie verdichten und damit zu einem faßbaren Körper werden. Gibt es vielleicht hier doch die Möglichkeit zu einem (zumindest kurzfristigem) wieder in die Welt kommen? Und zwar nicht nur als kurz aufflammende Lichtgestalt, sondern auch als eine Art sich bewegende und agierende Person?

    Dann müßten sich die gleichen Schwingungsmuster wieder zusammenfinden und sich verdichten, daß sie zur gleichen Person werden könnte. Das würde bedeuten, im Informationsfeld sind nicht nur die Baupläne eines Lebewesens (als Prototyp) abgelegt, sondern jeder einzelnen Person die auf Erden gelebt hat, die sich dann wieder ins Leben rufen ließe. Aber es müßte der vollkommen identische Bauplan sein, im letzten noch lebenden Zustand. Dann wäre eine Art Wiedergeburt auf diesem Wege möglich. Doch wie, bzw. auf welchem Weg käme man wieder ins irdische Leben zurück? Was war sein letzter Zustand? Als Samenzelle im Ejakulat des Mannes? Als Fötus im Bauch der Mutter? Oder als Kleinkind? Oder gar als Erwachsener? Dann natürlich als perfekte Kopie. Oder doch nur als wesensgleiche Erscheinung?

    An diesen Fragen erkennt man schon, daß eine Reinkarnation auch hier abstrus erscheint.

    Und wenn Reinkarnation doch möglich wäre, wer entscheidet dann darüber, welche Person wieder in unsere Welt erscheinen darf?

    Überhaupt wollen wir jede Person zurück in unsere Welt holen?

    Einen Hitler oder Stalin oder andere Massenmörder etwa?

    Seien wir froh, wenn sie bleiben wo sie sind (unter der Erde oder im Wasser des Ozeans verstreut) und ihre bösen Gedanken vom Winde verweht wurden (obwohl in deren Anhängern, die es immer noch gibt, dieses böse Gedankengut noch weiterhin am Leben erhalten wird).

    Wenn im Informationsfeld Baupläne für Lebewesen vorhanden sind und zudem die Daten aller Menschen, könnten rein hypothetisch verstorbene Personen wieder ins Leben gerufen werden. Aber es wären nur ähnliche Personen, weil sie nicht aus der gleichen Materie sind und den gleichen Stoffwechsel haben, weil das in einem dynamischen Universum nicht möglich ist. Es gibt im Universum keinen Zustand der sich exakt wiederholt. Und sie produzieren ihre eigenen Gedanken und Gefühle. Die 100% Wiederbelebung würde nicht funktionieren und damit wird eine Reinkarnation auch nicht möglich sein. Und dies ist auch gut so. Man stelle sich mal vor, es wäre wirklich möglich, was die Konsequenzen daraus wären. Jeder wollte, wenn er stirbt, reinkarnaiert werden. Aber nicht jeder Angehörige oder sonstige Bekannte und Freunde würden das wollen. Kinder müßten auf ihr Erbe verzichten, wenn die Eltern als Reinkarnation weiter leben wollten. Und wer zahlt ihnen dann den Unterhalt? Die Rentenkasse? Die Kinder? Oder müßten sie wieder arbeiten gehen? Denn sie kamen ja wahrscheinlich nicht als junge Menschen wieder, sondern im letzten Zustand. Und wenn der letzte Zustand der eines 80jährigen war, wie wird es dann weitergehen?

    Hierzu eine Abhandlung von mir "Der Tod stirbt zuletzt", kostenlos zu lesen im Internet auf www.aktuelles-wissen.de.

    Es gibt "Erfahrungen" aus früheren Zeiten, die einem suggerieren, man müsse die Reinkarnation von Mister X oder Frau Y sein. Zur Bestätigung dienen Informationen, die besagte verstorbene Person nur allein wissen konnte, welche vor X-Zeiten gelebt hat. Und eigentlich kann nur besagte Person X oder Y dieses Wissen haben, denn es war alles sehr geheim und persönlich bei ihr. Folglich muß man ja die Reinkarnation dieser Person sein, wenn man das alles weiß. Wie sollte man sonst zu solchem Wissen gelangen? Dem ist aber mitnichten so, daß man die Reinkarnation einer bestimmten Person ist, denn man ist lediglich nur im Informationsfeld auf die Daten dieser Person gestoßen (warum auch immer), deren Geheimnis man nun kennt. In Anbetracht der Unkenntnis über die 5. Dimension (Informationsfeld), glaubt man nun, man habe schon mal gelebt und sei nun die Reinkarnation der Person X oder Y. Ein Trugschluß!

    Reinkarnation, so mein Fazit, ist nicht möglich.

    Und dies ist gut so.

 

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