Theorie der dynamischen Realität  |  

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Von der Information zu Geist und Gedanken


Die Materialisten unter den Physikern mußten sich folgendes überlegen:

    Wie kann unbelebte Materie zu Leben werden? Indem tote Materie in den Prozessen der Natur zu einem Tier oder zu einem Menschen sich formt?

    Die Form reicht wohl nicht als Erklärung, da es im wesentlichen nichts erklärt. Allein die Form ist kein Zeichen von Leben, selbst dann nicht, wenn sie sich mechanisch bewegt. Ansonsten müßte man schon jedem Roboter Leben bescheinigen.

    Kann dann unbelebte Materie zu Leben werden, indem die Materie sich zu chemikalischen, molekularen und biologischen Systemen ausbildet?

    Das kommt der Sache schon näher, reicht aber auch noch nicht um Leben - aus toter Materie entstehend - erklären zu können.

    Der Fehler der von Materialisten hier gemacht wird ist, daß man Materie zu 100 % als unbelebt ansieht. Aber 100 % Unbelebtes kann nicht auch nur zu einem kleinsten Teil belebt werden, es bleibt wie es ist - nämlich 100 % unbelebt. Zumal wenn postuliert wird, die Welt besteht nur aus Materie und dazwischen ist nur materieloser leerer Raum, ein absolutes Vakuum also.

    Da aber Materie Energie ist (wie die Materialisten inzwischen erstaunlicherweise feststellen mußten) und Energie Informationen beinhaltet, die einen wichtigen Teil des Lebens ausmachen, ist Materie nie zu 100% unbelebt. In Materie ist Information! Materie ist Information! In Materie ist Leben! Materie ist nicht tot! Materie lebt! Wenn auch nur zu einem gewissen Teil. Zumindest ist es am Leben wesentlich beteiligt.

    Das bedeutet aber nicht, je mehr Materie zusammenkommt, um so belebter ist sie dann, denn dann wäre der Mond sehr belebt (im Sinne von Lebewesen), sondern es müssen aus physikalischen Prozessen molekular-biologische und chemische Systeme entstehen, die zu lebenden Wesen führen, welche die ihnen mitgelieferten Informationen (die in der Materie - bzw. in der Energie der Materie - sind) nutzen können. Dies ist der Sprung, bzw. die Schwelle, zum Leben. Und dies ist der Odem, der scheinbar tote Materie zu Leben erweckt.

    Ein Stein hat Informationen, aber er nutzt sie nicht. Auch der Mond hat aufgrund seiner großen Masse viele Informationen, aber unserer jetzigen Kenntnis nach liegen diese brach. Eine kleine Maus dagegen hat eine Vielzahl an Informationen in ihrem kleinen Körper stecken (weitaus weniger als der Mond) und sie nutzt sie sehr, ihrem Leben entsprechend, denn ihre Informationen sind nicht nur die Ur-Informationen der Energie, sondern auch gesonderte verdichtete Informationen aus ihrem molekularen und genetischen System. Da staunt der Mond, denn dieses hat er nicht.

    Der Mensch wurde aus Staub gemacht und wird wieder zu Staube werden (Bibel: 1. Mose 3,19 "Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren."), so wie der Mond zu großem Anteil aus Staub besteht (obwohl Menschen und Tiere dort nie gelebt haben). Der Staub ist feinst zerkleinerter Stein, ist "einfachste" Materie. Aber eine Materie eben mit Informationen. Und diese Informationen machen aus toter Materie (nach einer Vielzahl physikalischer, molekular-biologischer sowie chemischer Prozesse) lebendige Materie und aus nichtdenkender Materie denkende Lebewesen. Es ist alles miteinander verbunden und verwoben.

    Wenn Materie vollkommen unbelebt wäre, dann wäre der Mensch, da aus Materie bestehend, auch vollkommen unbelebt. Aber der Mensch lebt.

    Die Idee der Unbelebtheit der Materie entspringt der klassischen Physik. Da in der klassischen Physik alles auf unbelebter Materie basiert, kann es dort auch kein Leben und keinen Geist geben. Das ist das Dilemma dieser klassischen Theorien: "Wie kommt Leben und Geist in die unbelebte Materie hinein?".

    Wobei sie auch noch unbelebt und geistlos bleiben soll, denn Leben und Geist dürfen ja nur physikalische Auswirkungen der unbelebten Materie sein, sonst ließe sich diese Behauptung ja nicht aufrecht erhalten, daß Materie unbelebt wäre.

    Also: "Wie läßt sich Leben und Geist als Ausdünstungen der Materie definieren, wobei diese Ausdünstungen dabei noch tote Materie bleiben sollte?".

    Gar nicht, denn hier versagt die klassische Physik. Und zudem: tote Materie gibt es in Wirklichkeit gar nicht. Es ist eben nicht so wie in der klassischen Physik angenommen, daß Materie eine nicht weiter teilbare leblose Masse ist, sondern es ist Energie, genauer gesagt: informative Energie. Energie die zu Leben führt. Von den Quarks bis zu den Elementarteilchen hin und weiter fort bis zu den Atomen.

    Man kann also sagen: ein Atom hat Informationen in sich und damit den Baustein zu Geist und Gedanken ...

... sowie den Baustein zum Leben.

    Wieviel Platz braucht denn so ein Geist im Atom? Oder anders gefragt: Wieviel Raum nimmt denn Information ein?

    Keinen. Während die physikalische Kraft Raum hat, also Ausdehnung besitzt, hat die Ur-Information, weil nichtphysikalisch, keine physikalische Ausdehnung und nimmt daher keinen physikalischen Raum ein. Obwohl das nichtphysikalische Informationsfeld allen Raum in sich quasi einschließt. Raum ist gewissermaßen ein Phänomen der Information. Und dieses Phänomen tritt erst im physikalischen Bereich auf, wobei der physikalische Bereich ebenso ein Phänomen der Information ist.

    Wenn ich etwas sage, eine Information transportiere, dann hat diese Information zwar als physikalische Schallwelle Raum und diese transportiert die Information, aber die Information selbst ist raumlos. Inwieweit würde denn sonst eine Information beim Empfänger Raum einnehmen, der sich über meine Gedanken nun seine Gedanken macht?

    So müßte man fragen: Nimmt mein Gedanke im Kopf des Empfängers Raum ein? Und wenn ja, wieviel? Und wieviel Raum nehmen meine Gedanken in meinem Gehirn ein?

    Wenn ein Mensch viele Gedanken hat, also einer der viel nachdenkt, ein richtiger Denker ist, dessen Gedanken Raum einnehmen würden, müßte dann nicht sein Gehirn und sein Kopf ständig wachsen, damit dieser nicht platzt?

    Dies tut er aber nicht. Er wächst nicht beim nachdenken und er platzt auch deswegen nicht.

    Ist daher der Geist, im Gegensatz zum Körper, also nichträumlicher Natur?

    Dies scheint so, denn Gedanken, die wir denken, haben keine Länge, Breite, Höhe, sie nehmen keinen Raum ein. So hat ein langer gedachter Satz viele Wörter und Buchstaben, aber er breitet sich nicht physikalisch im Raum aus, es sei denn er geht als Gedankenimpuls auf die Reise. Im Gehirn ist er als energetischer Impuls vorhanden und dieser hat Räumlichkeit, also Länge, Breite und Höhe, wenn auch nur im mikroskopisch kleinen Teil. Aber ist diese Energie der Gedanke selbst oder nur der Träger des Gedankens, der ihn dynamisch macht, damit er transportiert werden kann?

    Wenn die Energie nur den Gedanken transportiert, dann ist der Geist unabhängig von der Materie, braucht sie aber, um weiter vorwärts zu kommen. Ein Dualismus von Geist und Materie entsteht. Aber auch nur dann, wenn wir Materie und Geist als Gegensätze betrachten. Sie sind es aber nur sekundär, denn primär basieren beide auf Information. Energie transportiert nicht nur Information, Energie ist auch Information. Somit ist Geist und Materie eins und nicht unabhängig voneinander. Dennoch verbraucht die Information keinen Raum im Geist des Menschen.

    Ein Gleichnis (Metapher) hierzu: Ein Fußballspiel hat 22 Spieler plus Trainer und sonstige Gehilfen (wie Schiedsrichter), einen Fußball, einen Fußballplatz und zwei große Tore. All dies benötigt Raum. Hier ist alles physikalisch. Die Idee dahinter aber, daß der Bessere gewinnen solle und Sport die Menschen glücklich machen kann und zur Völkerverständigung beitragen will, nimmt keinen Raum ein. Der Idee hinter dem Fußballspiel messen wir weder Raum bei noch Physikalisches. Auch die Information darüber wie die Regeln sind und mit welcher Taktik die Fußballer spielen sollen (vom Trainer den Spielern verständnisvoll erklärt) ist Information, welche ebenfalls keinen Raum einnimmt. Der physikalische Teil, die Mannschaft und der Ball und das Spielfeld nehmen dafür schon Raum ein. Ohne die Informationen zu den Regeln, der Taktik und die Spielidee würde es kein Fußballspiel geben. Es gehört untrennbar zusammen. Unphysikalisches (Information) und Physikalisches sind hier eine Einheit.

 

Abb.: Yin-Yang des Fußballspiels


    Wir erkennen also, Information nimmt keinen Raum ein. Es ist immateriell und unphysikalisch.

    Unser Gehirn dagegen ist physikalisch und so voller Energie auf kleinstem Raume, wie es beispielsweise die Sonne in ihrem Innersten ist. Von daher läßt sich der Begriff "Brennofen" für das Gehirn gut verwenden, was ich nachfolgend hin und wieder auch tun werde.

    Die meiste Energie des menschlichen Körpers verbraucht das Gehirn für seine Funktionsfähigkeit. In diesem "Brennofen" der Nervenzellen werden die Gedanken erzeugt. Alle Sinne und Nervenreize des Körpers werden hierhin geleitet. Doch was sind die Gedanken in diesem Brennofen? Energiereiche Impulse nur? Also ein Produkt der Materie? Oder energetische Wellen, ohne materielle Substanz? Oder ist der Brennofen, unser Gehirn, ein technisches materiell-mechanistisches "Gerät", das die "Information" aus materiellem und immateriellen ausliest, bearbeitet und verarbeitet, sie nutzt und zu Gedanken werden läßt?

    Die energetischen Impulse (Gedanken/Informationen) strahlen auch vom Gehirn weg. Nicht alles bleibt in diesem Brennofen festgehalten. Mit einem Empfänger könnten die Gedankenimpulse aufgefangen werden. Stirbt der Mensch, erlischt der Brennofen, es werden immer weniger energetische Impulse ausgesendet, bis diese Quelle endgültig versiegt ist. Das was ausgestrahlt wurde, strahlt noch eine Weile weiter, in Raum und Zeit, bis vielleicht ein Empfänger diese Impulse auffischt.

    In dem erkalteten Gehirn ist noch geistige Energie gespeichert, die sich nach und nach mit dem Gehirn molekular auflöst, übrig bleiben subatomare Bestandteile und eben darin enthaltene Informationen.

    Überhaupt sei zu bemerken, daß wir stets nur die Resultate unseres Denkens bemerken, nämlich dann, wenn sie in unserem Bewußtsein schon gelangt sind und sich Gedanken gebildet haben, aber das Denken selbst, welches sich hauptsächlich im Unterbewußtsein abspielt, nehmen wir nicht bewußt wahr (sonst wäre es ja nicht im Unterbewußtsein). Also das, was wir für bewußten Geist halten, ist lediglich die höchste Ebene (die sogenannte Spitze des Eisberges) eines im Untergrund (Unterbewußtsein) arbeitenden Geistes. Unser Ich ist also größtenteils etwas Unbewußtes. Und diese Spitze des Eisberges davon erfahren wir als Ich-Bewußtsein. Und das Bewußtsein hat einen Speicher, indem alle unsere Erinnerungen abgelegt sind. Dieser Speicher befindet sich im Gehirn. So glauben wir.

    Die Frage ist, ob alles, was wir meinen, in unserem Kopf (Gehirn) als Erinnerung gespeichert wird, nun auch wirklich dort gespeichert wird oder ob wir nur das Gefühl haben, daß es so ist (wo sonst sollte es auch sein?), aber in Wirklichkeit geschieht davon ja vielleicht einiges außerhalb. Das Gehirn ist ja auch Sender und Empfänger von Informationen und somit intensiv mit dem Informationsfeld verbunden. Vielleicht speichern wir ja Erinnerungen im Informationsfeld ab und holen uns zugleich Wissen aus diesem heraus.

 

 

    Das Informationsfeld ist aber nichts fernes, außerhalb von Raum und Zeit gelegenes, sondern es ist überall. Wir sind eingebettet im Informationsfeld. Und wir sind nicht nur eingebettet im Informationsfeld, sondern wir sind ein Teil davon, nämlich der zu Materie und Geist verdichtete Teil des Informationsfeldes, der zum physikalischen Bereich zählt. Das heißt, wir haben direkten unmittelbaren Zugang dazu, da wir davon umgeben und durchwirkt sind.



    Indem wir Gedanken im Informationsfeld abspeichern, bleiben diese nach unserem Tode erhalten. Vielleicht sogar ewig. Das Informationsfeld wäre dann so etwas wie eine geistige externe "Festplatte" unseres Gehirns, zwecks Datenspeicherung und zur Möglichkeit der Erinnerung. Dies würde eine ganz andere Sicht der Welt und des Menschen offenbaren, wenn es so ist. Unser Gehirn wäre quasi die Schaltzentrale zum Informationsfeld, welches die Kommunikation hierzu aufrecht erhält. Ob aber alles was wir denken im Informationsfeld dauerhaft abgespeichert wird, kann bezweifelt werden, es wäre ein ungeheuerliches Geschwätz und zum Teil auch ein dummes Geschwätz. Eher dürfte es so sein, das was von Bedeutung ist, für die Welt und für die Menschheit, wird dauerhaft dort abgespeichert werden. Nur wer entscheidet darüber, was von Bedeutung ist? Gott? Oder ein bislang unbekanntes Naturgesetz? Welche Kriterien beinhaltet es für die Auswahl, was dauerhaft gespeichert werden darf?

    Die Gedanken der Menschen verlieren sich also möglicherweise nicht. Sie würden dann im Informationsfeld gesammelt. Etwas bleibt dann nach dem Tode von uns erhalten. Je mehr Menschen es gibt, umso mehr Gedanken sammeln sich im Informationspool der Natur. Es sind bedeutungsvolle Gedanken. Die Bedeutung nimmt also zu im Informationsfeld. Ist es das, was die Natur will? Sollen bedeutungslose Informationen in bedeutungsvolle Informationen umgewandelt werden, die es der Natur ermöglichen sich selbst zu erkennen und zu bewerten?

    Und je mehr der Mensch Wissen anhäuft, umso bedeutungsvoller sind die dahinter steckenden Informationen. Je mehr der Mensch forscht und erfindet, umso mehr wird die Natur überrascht sein, was alles in ihr steckt. Und was man alles aus ihr und mit ihr machen kann. Darüber wird sie sich erst durch den Menschen bewußt, denn die Natur hat zwar alle Informationen, aber primär kein Bewußtsein. Dies erlangt sie erst durch den Menschen (falls es nicht noch andere Bewußtseinsträger gibt). Sind wir Menschen aber einzig in der Welt, sind wir viel mehr als nur Fleisch, Knochen, Blut und Geist. Wir sind womöglich das wichtigste im Universum (für die Natur) - wir sind diejenigen, die die Natur quasi existent machen durch unsere Fähigkeit Dinge erkennen zu können und sich dieser Dinge auch bewußt zu werden.

Mehr Mensch ist der Mensch,

der sich selbst als Mensch erkennt.

Denn wer sich selbst als Mensch erkennt,

erkennt sich selbst als mehr,

als nur der Mensch.

    Und dies gilt für jeden Menschen. Jeder Mensch ist wichtig (und nicht nur herrschende Potentaten). Wie darf man da, unter diesem Aspekte, noch Kriege führen? Wie darf man da noch morden? Gegenteilig muß jeder Mensch, ob gesund oder krank, am Leben erhalten werden, soweit medizinisch möglich und ethisch vertretbar und soweit das menschliche Alter dies zuläßt (mehr hierzu in meinem Buch: Charta der Weltethik, ISBN-10: 3831133727).

    Während sich die Menschen ihre eigenen Gesetze zusammenschustern, welche man in dicken Wälzern nachlesen kann, hat die Natur eigene Gesetze.

    Wie sieht es mit diesen Weltgesetzen aus? Wo stehen sie geschrieben? Im Informationsfeld?

    Wenn wir Materie in Scheiben schneiden, finden wir dort keine Schrift, in welcher das Naturgesetz schriftlich angezeigt wird oder einen niedergeschriebenen Text, aus welchem man die Informationen hierzu ablesen kann. Auch wenn wir die Materie soweit teilen, daß sie nur noch Welle statt Teilchen ist, werden wir keinen Text einer (uns bekannten) Sprache angezeigt bekommen, aus welchem wir das Gesetz oder irgendwelche Informationen lesen könnten, wie beispielsweise physikalische Formeln. Und selbst wenn wir zur Basis gelangen, so finden wir keinen Text niedergeschrieben, weder in Deutsch noch in Englisch oder in irgendeiner anderen uns bekannten Sprache, die uns das Gesetz der Welt offenbart. Wir finden nirgendwo eine niedergeschriebene Text-Substanz oder eine Weltgesetzes-Substanz in den Stoffen dieser Welt. Dazu bedarf es einer Sprache. Sprache ist eine höhere Form der Information, aus ihr entsteht Text. In der Ur-Information ist Text demnach nicht verfügbar. Dennoch ist das Gesetz vorhanden, dennoch existiert die Information. Die Information, und die in ihr verankerten Weltgesetze, ist die Basis des Daseins, aus diesem ergießen sich zwingend und dauerhaft die physikalischen Gegebenheiten. In unserer menschlichen geistigen Kraft liegt es, die Gesetze und Informationen der Natur in Textform, mittels Sprache, zur Anschauung zu bringen. Dann könnten sie ins Informationsfeld gelangen.

    Fazit ist: In allem ist Information vorhanden! Auch in lebloser Materie sowie auch in Lebewesen, so dann auch im Menschen. Dort werden sie zudem zu Geist und Gedanken. Im Verbund von Information und Materie mit ihren physikalischen, molekularen, biologischen und chemischen Prozessen entsteht Leben.

    Warum also "tote Materie" zu "Leben" und "lebenden Geist" werden kann, läßt sich damit begründen. Der Lebensfunke, der in die Welt hinein getragen wird, ist hierin zu entdecken. Es ist nicht das biologische System einer Kreatur alleine, seine physikalischen, molekularen und chemischen Prozesse, die seine Lebendigkeit ausmachen, es sind die Informationen die es besitzt und verarbeitet, die zum Lebensfunken werden.

    Der Regenwurm beispielsweise ist (wie alle anderen Lebewesen auch) ein materielles Objekt, welches von chemischen und molekularen Zuständen geprägt ist und im Stoffwechsel seine Lebendigkeit äußert und sein biologisches System es ermöglicht, sich zu bewegen, worin eine gewisse Lebendigkeit sichtbar wird. Geist sprechen wir ihm nicht gerade zu, insofern wir beim Regenwurm kein großes strukturiertes Gehirn entdecken können. Der Regenwurm hat zudem keine Sinnesorgane. Dennoch ist sein Leben durch Information geprägt, welches ihn steuert und ihn, mit Hilfe seines Nervensystems, durch die Erde schlängeln läßt (ansonsten wäre er kein Wurm). Aber "Informationen" brauchen kein Gehirn. Informationen brauchen auch keine Materie. Die Welt ist durchdrungen mit Information. Die Welt entsteht aus Information.

    Materie entsteht aus Information!

    Um Informationen erkennen und bearbeiten zu können, braucht es daher noch nicht einmal eines Lebewesens!!!, sondern kann auch von toter Materie genutzt werden. Jeder PC ist so ein lebloses Teil, welches Informationen liest, verarbeitet und speichert. Die Informationen in der Natur sind schon da, der Geist (unser Gehirn) formt es nur, ordnet es und macht es verständlich. Die Aufgabe eines Gehirns ist es also nicht, nur Informationen zu sammeln und zu speichern, sondern eben diese Informationen in ein Bezugssystem zu bringen, damit diese Informationen (für den Bezugssysteminhaber, ein Mensch) einen Sinn ergeben und die Welt sich aufgrund dieses Bezugsystems (begrenzt) erkennen läßt. In allem ist also Information erhalten.

    Sobald aus Energie Materie wird, und aus Materie ein biologisches System, aus dem eine Kreatur wird, kann als nächste Stufe des Prozesses ein Gehirn entstehen, welches die vorhandenen Informationen in ein Bezugssystem bringen kann, um sich und die Welt erkennen zu können. Und in gewissem Maße auch diese Welt (vorübergehend) verändern zu können. Kreativität ist die Fähigkeit, Informationen zusammen zu fügen, um daraus neue Informationen entstehen zu lassen (auch Kunstwerke sind Information, da sie uns etwas mitteilen sollen). Intelligenz ist dann die Fähigkeit, Informationen zu verstehen und zusammen zu setzen, damit sie einen höheren Sinn ergeben und sich neue Informationen daraus entwickeln können. Kreativität und Intelligenz gehen eng ineinander. Der Mensch als intelligentes und kreatives Wesen ist schon in einer höheren Stufe angekommen. Ob es die höchste geistige Stufe ist? Ich könnte mir vorstellen, es geht noch viel höher. Aber dazu bedarf es eines Übermenschen.

    Wenn wir Menschen "Informationen" zu einem klaren Gedanken in unserem Kopf erfassen, dann sind das "gesammelte Informationen" in unserem "geistigen Bezugssystem". Eine einzelne rudimentäre Information aus der Natur entgeht aber unserem Auffassungsvermögen. Es wird von unserem "geistigen Bezugssystem" nicht wahrgenommen. Das ist so zu verstehen wie in folgendem Vergleich: Wenn wir einen Stein in die Hand nehmen, können wir diesen gemäß unserem "geistigen Bezugssystem" erkennen (sehen, fühlen, schmecken, riechen), aber die einzelnen Atome und Elementarteilchen sind für unser Bezugssystem so winzig klein, daß wir diese nicht objektiv erfassen können, sie fallen aus unserem Bezugssystem heraus. Alle unsere Sinne erfassen Atome und Elementarteilchen erst in einer geballten Größe bzw. Anzahl. Dennoch sind diese kleinsten Teilchen, die Atome mit ihren Elementen, vorhanden. Und so ergeht es uns auch bei der einzelnen Information. Wir können die einzelnen Informationen in unserem Bezugssystem nicht erfassen, obwohl sie vorhanden sind. Erst wenn sie sich durch viele andere Informationen verdichtet haben, wird sie von unserem geistigen Bezugssystem aufgenommen.


    Verdichtung (und wieder Auflösung) ist das Prinzip unserer Welt!


    Energie die sich verdichtet, wird zur Materie. Informationen die sich verdichten, werden zu Geist und Gedanken.

    Wir dürfen daher eine einzelne Information (eine "Ur-Information") auch nicht mit dem vergleichen, was für uns Menschen eine Information ist, beispielsweise die für Kinder freudige Information: "Die Schule fällt heute aus!". Diese Information ist schon sehr komplex, da sie viele Daten beinhaltet. Wir können das eher mit einem digitalen Zustand vergleichen, wo komplexe Informationen mit Nullen und Einsen beschrieben werden. Also eine einzelne Information wäre dann so etwas wie die 0 oder die 1. Ein Zustand also, etwa so: an oder aus. Unsere Computer arbeiten auf diese digitale Weise. Damit lassen sich die tollsten Programme kreieren. Selbst sogar virtuelle Welten.

    Eine komplexe Information mit vielen tausenden Nullen und Einsen, kann zwar unser Computer schnell und sinnvoll verarbeiten, aber für unser Gedankensystem wäre das nicht möglich, innerhalb einer sehr kurzen Zeit diese digitalen Information mit Nullen und Einsen zu verarbeiten (welche unglaublich lange Zahlenkolonnen sind), dafür ist unser Gehirn nicht ausgelegt, aber nur was eine solche Spezialisierung betrifft, denn es muß ja alle anderen Aufgaben weiterhin erfüllen und da ist es schneller als jeder Computer. Selbst das Mini-Gehirn einer Fliege kann mehr, als ein Computer kann. Die Schnelligkeit und Wendigkeit einer Fliege (oder Libelle), die von ihrem winzigen Gehirn gesteuert wird, können bislang keine Computer nachvollziehen. Kein Bordcomputer eines Flugzeuges kann diese rasanten Flugbewegungen bislang imitieren. Wir dürfen also durchaus Respekt vor diesen kleinen Tieren haben.

    Beschreibt aber nun diese einzelne rudimentäre Ur-Information lediglich nur einen aktuellen Zustand oder ist sie ein einzelnes Puzzlestück eines interstellaren Weltgeistes? Also so etwas wie ein einzelner Buchstabe in dem "Buch des Lebens"?


    In der Bibel, im Johannesevangelium 1,1, steht:


Im Anfang war das Wort

und das Wort war bei Gott,

und das Wort war Gott.

Im Anfang war es bei Gott.

Alles ist durch das Wort geworden

und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.


    So auch in der Bibel, Hebraeer 11,3:
"Denn durch den Glauben erkennen wir, daß die Welt durch Gottes Wort fertig ist, daß alles, was man sieht, aus Nichts geworden ist.".


    Man könnte geradezu sagen: "Die Bibel hat hier recht!", sofern es einen Gott geben würde.

    Dieses Wissen, daß "Information" (hier eben "Wort") eine Dimension des Seienden ist, haben unsere Vorfahren schon verstanden, nur scheint dieses Wissen durch die "moderne" Wissenschaft abhanden gekommen zu sein. Ich würde aber dennoch diese Zeilen ganz nach meiner Philosophie umschreiben und zwar so:


Im Anfang war das Wort

und das Wort war niedergeschrieben im Gesetz,

und das Wort wurde Gesetz.

Es wurde das Gesetz der Natur, das Naturgesetz.

Im Anfang war es Gesetz für alles, für Raum und Zeit.

Alles ist durch das Wort geworden

und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.


    Nur muß man noch das Wort "Wort" mit dem Wort "Information" austauschen. Denn was ist ein Wort denn? Es beinhaltet (je nach Wort) eine Reihe Informationen. Zum Beispiel das Wort "Liebe" hat unzählige Interpretationsmöglichkeiten und beinhaltet damit unzählige Informationen. Die Frage ist, meinten die Bibelschreiber mit "Wort" die einzelne rudimentäre "Ur-Information" oder mit "Wort" einen kompletten Inhalt von Informationen, vermutlich die Weltgesetze?

    Die Materialisten sehen im Urknall den Beginn der Welt aus dem Nichts in welcher Materie erschaffen wurde. Im Anfang war hier Materie die sich ausbreitete und den Kosmos (Raum und Zeit) mit erschuf. Und diese tote Materie schuf die Planeten und Gestirne und auf den Planeten alles Materielle. Aber woher kam Leben und Geist in diese tote Welt der leblosen Materie? Da endet schon die Theorie der klassischen Physik. Nun, diese falsche Weltansicht führt eben in diese Sackgasse. Am Anfang war eben halt das "Wort" und nicht die Materie. Und das Wort führte zur Materie und zu Geist.

    Man könnte auch sagen: ohne das Wort keine Materie und ohne dem keinen Körper, also auch keinen Menschen. Dann könnte man auch überspitzt sagen:

"Der Geist bestimmt die Materie!".

    Aber besser und richtiger wäre: Die Information bestimmt die Materie. Materie ist geballte Information. Und Information bestimmt den Geist.


    Geist, das sind Gedanken. Bewußte und unbewußte Gedanken. Ziellose oder zielgerichtete Gedanken. Böse oder gute Gedanken. Intellektuelle oder dumme Gedanken. Vernünftige oder unvernünftige Gedanken. Phantasievolle oder phantasielose Gedanken. Kreative oder bürokratische Gedanken. Es scheint, der Art der Gedanken sind keine Grenzen gesetzt. Das alles ist Geist.

    Geist ist eine qualitativ höhere Form von Information. Somit wird Information auf der geistigen Ebene ein Gedankenproduzierendes Etwas, welches über sich selbst und andere (anderes) nachdenkt - vor allem in der höchsten Konzentration bewußt nachdenkt. Dieses Etwas, welches Gedanken produziert, ist das Gehirn. Die Natur braucht also Hirn, um Gedanken und damit Geist zu haben.

    Die kompletten Weltgesetze sind eine Vielzahl von Informationen und die Basis davon ist die einzelne (Ur-)Information.

    Ein einzelner Buchstabe macht aber noch keinen Sinn, es sei denn, der einzelne Buchstabe ist ein Synonym für etwas komplexeres wie "E" für Energie. Eine einzelne Information macht vielleicht auch nicht viel Sinn. Aber viele Buchstaben (viele einzelne Ur-Informationen), nach einem System geordnet, könnten schon einen Sinn ergeben, aber doch wirklich nur dann, wenn es auch Jemanden gibt, der das "Buch des Lebens" liest und es zudem auch verstehen kann. Dann hat der einzelne Buchstabe (oder die einzelne Ur-Information) seinen Sinn bekommen und sein Werk ist vollbracht. So lange der einzelne Buchstabe (oder die einzelne Ur-Information) alleine steht, taugt er zu nichts (so scheint es).

    Die einzelne Information bekommt nur dann Sinn, wenn sie quasi auch zusammen mit anderen einzelnen Informationen in einem Bezugssystem gelesen und verstanden werden kann. Und es muß auch einen Versteher geben. Das beste Buch taugt nichts, wenn kein Leser den Text lesen kann, weil er die Sprache nicht beherrscht oder den Inhalt nicht versteht. Der Text muß also verstanden werden. Dann kann Informationen auch Bedeutung zukommen. Zu einem kleinen Teil ist zumindest der Mensch dazu befähigt, in dem Buch des Lebens zu lesen und auch seine Bedeutung zu verstehen. Das besagt, die Natur erschafft uns, damit wir die Natur erkennen, verstehen und darüber hinaus auch bewerten können.

    Oder anders ausgedrückt, die Natur will sich selbst verstehen, will Bedeutung bekommen, darum qualifiziert sie ihre Möglichkeiten und schafft aus sich heraus (bzw. in sich) den Menschen. Der Mensch soll sehen, erkennen und verstehen. Er soll das "Buch des Lebens" lesen und gegebenenfalls einen Eintrag hinzufügen (ins Informationsfeld).

    In diesem Moment bekommt die Natur, die ganze Welt als solches, Sinn und Realität. Was nicht gesehen und erkannt wird, das existiert quasi nicht.


    Ist es daher nicht des Menschen Sinn, das zu tun, wozu die Natur ihn befähigt hat, seine Natürlichkeit zu entfalten?

    Erkennen, was man erkennen kann, und sich besinnen, weil man sich besinnen kann.

Ist das nicht seine grundsätzlichste Natürlichkeit?

(Auszug aus der "Theorie der dynamischen Realität", 1989, Pierre Sens, www.welt-formel.de)


    Gäbe es die Menschheit nicht mehr, dann wäre die Welt quasi nicht existent (jedenfalls dann, wenn wir uns als einzigen Weltversteher betrachten wollen). Die Welt macht also ohne den Menschen keinen Sinn. Aber wäre es nicht möglich, daß der Mensch eine Maschine baut, welche die Welt nicht nur sieht und als solches erkennt, sondern sie auch noch versteht, so wie wir Menschen es auch tun?

    Dann könnten wir solche Maschinen durch den Weltraum jagen und sie die Welt verstehen lassen. Selbst wenn es keine Menschen mehr gäbe, die Maschinen würden noch eine Zeitlang arbeiten. Ist es das, was die Natur (von uns) will?

    Angesichts der Entwicklung der Menschheit können wir davon ausgehen, daß es in naher oder ferner Zukunft keine Menschen mehr gibt, da die Menschheit dabei ist sich selbst auszurotten. Von einem 3. (atomaren) Weltkrieg sind wir ja wohl auch nicht mehr weit entfernt, so scheint es zeitweilig, da die Vernunft in der Politik immer seltener mitregiert. Und wären wir die einzigen Welt-Versteher, so wäre es doch dumm von der Natur, die uns hervorgebracht hat, uns wieder untergehen zu lassen, wo die Natur doch uns als ihren Versteher braucht. Will sie uns denn nicht auf dem richtigen Wege bringen? Oder gibt es noch andere Versteher - und bessere - als wir es sind? Wobei ich selbst ja gerade daran arbeite, ein guter Weltversteher zu sein, bzw. zu werden. Hoffentlich berücksichtigt die Natur das.

    Warum aber braucht die Natur uns, bzw. unser Bewußtsein? Die Antwort könnte in der Frage liegen: "Wäre die Welt existent, wenn niemand sie bewußt bemerken würde?". Man könnte sagen, was ich nicht sehe, nicht bewußt erkenne, ist nicht da. Und zwar so lange nicht da, bis ich es sehe und erkenne.

    Ein Beispiel hierzu: Wenn Ihre Wohnung den ganzen Tag leer steht, weil Sie nicht Zuhause sind, so existiert die Wohnung zwar real noch in Ihrer Abwesenheit, aber in der Wohnung ist niemand der die Wohnung mitsamt Ihrer Einrichtung ansieht und sich ihrer Existenz dabei bewußt wird. Wenn nun niemand mehr in Ihre Wohnung käme, selbst Sie nicht mehr, wäre zwar die Inneneinrichtung noch weiterhin vorhanden, aber was nützt dem TV-Gerät das, wenn niemand mehr fernsieht? Wem nützt die tollste Videospielkonsole, wenn niemand mehr sie spielerisch bedient? Was nützt die beste Stereoanlage, wenn es niemanden mehr gibt, der ihren Klang hört? So ist es auch mit den schönsten Sinfonien und Melodien dieser Welt. Wem nützten sie, wenn niemand mehr sie hören würde?

    Ohne den Erkennenden macht die Existenz wenig Sinn. Genausowenig wie Ihre Wohnung für Millionen fremder Menschen Sinn macht, die Ihre Wohnung nicht kennen. Für diese Menschen existiert Ihre Wohnung gar nicht und sie machen sich keine Gedanken darüber. So macht auch die Natur wenig Sinn, wenn niemand da wäre, der sie (zumindest zu einem kleinen Teil) erkennen würde. Die Welt wäre ohne uns Menschen unerkannt und damit sinnlos. Wem nützte die Schönheit der Natur, unseren einmalig schönen blauen Planeten mit seinem herrlichen Wasser und seinen zauberhaften Landschaften, wenn es niemanden gäbe, der die Schönheit bestaunen könnte? Die Natur schafft uns Menschen aus sich heraus, um ihre Schönheit bestaunen zu lassen. Und da wir ein Teil der Natur sind, dürfen wir uns selbst auch bestaunen (oder auch bedauern).

    Wenn die Natur nun von uns erkannt werden will (mit Betonung auf "will"), dann würde das bedeuten, daß ein Wille dahinter steckt. Und hinter jedem Willen stecken eine Vielzahl an Gedanken und diese bedürfen eines Denkers (also eines Gottes), der sich denkt das er will, der aber außerhalb der Natur stehen müßte, sonst wäre er ein Teil von ihr und ihr unterworfen. Da zwar die Natur viele einzelne Basis-Informationen (Ur-Informationen) in sich hat (im Informationsfeld), aber eben erst aus sich heraus so etwas wie einen Menschen schaffen muß, um überhaupt erst einmal etwas erkennen zu können und Gedanken zu formen, woraus später überhaupt erst einmal ein Wille gebildet werden kann. Das heißt, die Natur kann von sich aus erst einmal gar keinen Willen haben. Willen findet auf einer anderen Ebene statt, der zumindest schon mal ein Denken voraussetzt und damit Gedanken, was wiederum ein Bezugssystem voraussetzt, welches Informationen verarbeiten kann. Postuliert man nun, daß es außerhalb der Natur nichts gibt, so wie auch ein unendlicher Raum kein räumliches Außerhalb mehr hat, dann gibt es diesen wollenden Denker auch nicht (und damit auch keinen Gott), denn er kann ja nicht außerhalb der Welt sein, wenn die Welt alles ist und es kein Außerhalb gibt. Also entweder ist Gott außerhalb der Natur, was nicht möglich ist, da es kein Außerhalb gibt, oder er ist in der Natur, dann ist er aber kein Gott, da er den Naturgesetzen unterliegen würde. Denn als Gott müßte er ja über den Naturgesetzen stehen, über diese alle Gewalt haben, was nur möglich wäre, wenn er außerhalb der Natur stehen würde, was jedoch nicht der Fall ist, insofern es kein Außerhalb gibt.


    Hierzu ein kleines Gedicht, welches ich in meiner Jugendzeit geschrieben habe:

Die Natur

Die Natur hat weder

Kern noch Schale,

alles ist sie

auf einem Male.


Sie ist kein Kuchen

der von einem Bäcker wurd` gebacken;

kein Schöpfer brauchte daher

jemals sie zu machen.


Die Natur wurde zur Existenz

auch durch nichts gezwungen,

sie ist durch ihre Eigenschaften

selbst dazu gedrungen.


Denn was ewig ist

wird nicht erst geschaffen,

Unendlichkeit sind ihre

stärksten Waffen.


Obwohl die Welt

aus so vielen Einzelteilen besteht

und jedes Teil durch sich selber lebt,

sind alle Teile zur Natur zusammengefaßt,

damit auch alles ineinander paßt.


Doch alles das,

was wir als Einzelteile sehen,

sind nur die Formen

ihres dynamischen Geschehens.


Und alles das,

was sich formt und sich wandelt,

der Mensch als Materie, Raum und Zeit

behandelt.


Denn unser Leben

steht immer auf der Waage,

doch nur solange wie ich das Leben

als Gedanken in mir habe.


Doch zum Schluß,

das ist ihr Brauch,

lösen auch die Gedanken

sich von selber auf.

    Die Gedanken lösen sich zwar auf, was bedeutet, sie sind nicht mehr in einem (unseren) Bezugssystem erfaßt, aber dennoch bleiben die Informationen, die sich zu Gedanken bündelten, erhalten. So ist zwar das Weltall von Geist ("Information") beseelt, der aber eines Mediums (Menschen) bedarf, um daraus Gedanken werden zu lassen. Gedanken sind also gebündelte Informationen. Informationen mit Bedeutung und oftmals (für uns Menschen) von Bedeutung.

    Geist und Materie sind daher nicht getrennt. Geist und Materie sind eine Einheit. Aber auch immaterieller Raum und Geist sind nicht getrennt. Immaterieller Raum und Geist sind ebenfalls eins. Nur müssen wir hier "Geist" mit "Information" ersetzen, denn das, was uns als Geist vorschwebt, das für uns Geistige, ist nur bedingt identisch mit "Information". Erst viele "Informationen" werden zu "Geist" in unserem menschlichen Sinne. Erst ein Strang an Informationen wird zu einem Gedanken.

    Da ein "Gedankenphoton", dieser energievolle Strang an Informationen, schon eine gewisse Größe hat, kann dieses "Gedankenphoton" auch von anderen Menschen empfangen, gespeichert und verarbeitet werden, selbst weit über den eigenen Tod hinaus.

    So ein Gedanke, der, wie schon erwähnt, ja ein Strang an Informationen ist, kann sich als Gedanke zwar auflösen, aber die zugrundeliegenden Informationen bleiben erhalten. Gut möglich, daß diese Informationen, also dieser Informationsstrang, der wie ein Energiestrahl unser Gehirn verläßt, nun jemanden anderen erreicht, welcher diesen Informationsstrang (Gedanken) wieder zu einem (neuen) Gedanken zusammenfaßt in seinem Bezugssystem und diesen weiter denkt. Das bedeutet, ein empfindlicher Empfänger (solche Menschen soll es geben) könnte die Gedanken anderer in seinem Bezugssystem aufnehmen und lesen (jedoch wahrscheinlich nur sehr begrenzt). Hier beginnt die Fähigkeit des Gedankenlesens.

    Gedankenlesen (Telepathie) ist also kein Hokuspokus, sondern kann real möglich sein, zumindest in einem begrenzten Umfang. Wobei es unsere größte Freiheit ist, daß im allgemeinen niemand unsere Gedanken bislang komplett lesen kann. Es gibt nur sehr wenige Menschen, die einen Ansatz der Fähigkeit von Gedankenlesen haben. Dem einen oder anderen ist es vielleicht sogar schon mal widerfahren, daß er meint einem nahen Angehörigen (der sehr weit entfernt ist) ist etwas schlimmes passiert und er braucht sofort Hilfe. Und es war dann wirklich so. Der telepathische Hilferuf kam beim Empfänger an. Das bedeutet, die grundsätzliche Möglichkeit ist schon vorhanden, sie kann also noch ausgebaut werden. Eine technische Apparatur, welche Gedanken lesen kann, zu bauen, sollte aber niemals erlaubt werden (Diktatoren sehnen sich jedoch danach). Es würde uns knechten und die Menschheit in den Abgrund führen. Dann wären die Gedanken nicht mehr frei und wir Menschen auch nicht mehr. Es muß ein internationales Verbot geben, hier überhaupt nach zu forschen! Aber getan wird es in vielen Ländern dennoch schon lange, natürlich vordergründig um Gutes damit zu tun, damit beispielsweise Menschen mit einem körperlichen Defizit, per Gedanken Apparaturen steuern können, die ihre Lebensqualität erhöhen lassen sollen. Der wirkliche Zweck, das Ziel, ist jedoch leicht zu durchschauen. Die Freiheit unserer Gedanken soll uns genommen werden. Hier wird die Wissenschaft zum Feind der Menschheit. Freilich wollen die Wissenschaftler nur Gutes tun, aber sie werden instrumentalisiert von der Politik. Der Staat ist Auftraggeber und Finanzier (in vielen Wissenschaftsbereichen). Die Ergebnisse sind Eigentum des Staates und werden von den Politikern gemäß ihren Zwecken gesteuert und genutzt. Wer als Wissenschaftler eine Atombombe baut, wie der Physiker Edward Teller es tat, der darf dann auch davon ausgehen, daß sie genutzt wird und Hunderttausenden Menschen den Tod bringen wird. Der Wissenschaftler kann sich nicht herausreden, er sei ja nur Forscher, was ethisch vertretbar ist, und kein Täter. Dem ist nicht so. Die Welt steht aufgrund dieser "Forscher" am Abgrund. Sie sind Täter als Mittäter!

    Wenn man nun ein Gehirn seziert, es in feinen Scheiben schneidet, wird man abgestorbene biologische Masse entdecken, aber keinen einzigen Gedanken, keine abgespeicherten Erfahrungen, die man auf einen Computer übertragen könnte. Und wenn wir in ein Gehirn eingreifen, welches aktiv lebt, also bei einem lebendigen Menschen, würden wir diverse Energiezustände (Gehirnströme) messen können, energetische Wellen die Informationen tragen, aber keine Gedanken daraus selektieren können. Die geistigen Impulse können gleichzeitig aus verschiedenen Gehirnregionen sich zusammensetzen, aber wie sie das tun, wie sie das kommunizieren und nach welcher Gesetzmäßigkeit das von statten geht (geordnet oder kreatives Chaos), also wie das geistige Bezugssystem funktioniert, wissen wir (noch) nicht.

    So lange es keine Technik gibt, die unsere Gedanken lesen kann, so lange sind die Gedanken frei und unsere Gedanken sind nicht greifbar für andere Menschen, denn kaum gedacht sind sie ja auch schon vorbei, d. h. aus unserem geistigen Bezugssystem entschwunden. Die grundlegenden Informationen hierzu bleiben aber erhalten (in unserem Gehirn) und können nach Bedarf wieder abgerufen und in das geistige Bezugssystem übertragen werden. Ansonsten könnten wir ja keine gedachten Gedanken mehrmals wiederholen. Sie müssen also gespeichert sein, wenn wir einen Gedanken später noch einmal aussprechen wollen. Sie sind Teil unserer Erinnerung.

    Ein Gedanke ist etwas sehr komplexes. Er setzt sich in einer bewußten Sprache aus Buchstaben zusammen, die aneinandergereiht (nach einem bestimmten System) einen Sinn ergeben. Bis dahin ist es schon ein weiter Weg und eine großartige Leistung unseres menschlichen Gehirnes. Bevor es aber zu einer bewußten Sprache kommt, gibt es noch die unbewußten Gedanken. Ob die auch in unserer erlernten Sprache formuliert werden, läßt sich nicht feststellen, da diese ja im Unterbewußtsein agieren. Auszugehen ist davon, daß sie in einer körpereigenen Sprache, einer sogenannten "Maschinensprache", sich bildet (besser hier: "Bio-Maschinensprache"), bevor sie ins Deutsche, Englische oder in eine andere Sprache übersetzt wird.

    Bevor es zur bewußten Sprache kommt, hat das Unterbewußtsein schon dazu Vorarbeit geleistet. Jetzt kommt aber noch das Zeitproblem hinzu. Während wir einen Satz immer nur als Ganzes verstehen, macht ein einzelner Buchstabe davon für uns wenig Sinn. Wir leben aber immer in der Gegenwart. Ein langer kompletter Satz ist aber nicht in der Gegenwart. Vielleicht ein einzelner Buchstabe. Wenn aber immer nur ein einzelner Buchstabe in der Gegenwart ist, wie können wir da einen ganzen Satz erfassen, wo wir doch selbst immer nur in der Gegenwart leben? Das ist ein Paradoxon.

    Wie funktioniert es, daß ein Gedanke, der in einem langen Satz artikuliert ist, auch vom Menschen verstanden werden kann, obwohl dieser eine gewisse Zeit braucht, bis er zu Ende gedacht oder zu Ende gesprochen wurde? Wobei der Mensch doch nur im Jetzt lebt, also im Augenblick, ein langer Gedanke aber Buchstabe für Buchstabe sich von der Gegenwart in die Vergangenheit abgibt und die Gegenwart Buchstabe für Buchstabe aus der Zukunft empfängt?

    Das Gehirn macht sich wahrscheinlich einen Trick zunutze: alles was in die Vergangenheit gerät wird wiederholt (in einem Arbeitsgedächtnis) und somit in der Gegenwart gehalten, bis der Gedankensatz vollständig und zu Ende ist. Da die Zukunft sich aus der Vergangenheit nährt, extrapoliert der Geist was als nächstes kommen könnte, im Erfolgsfall wird es behalten, ansonsten verworfen. Dies ist ein derart vielschichtiger, kreativer und schneller Prozeß, daß der Mensch der Auffassung ist, ein langer Satz ist zusammenhängend und existiert im Jetzt. Es ist eine positive Täuschung unseres Gehirns, die Kommunikation erst möglich macht.

    So wiederholt der Geist alles, um es im Jetzt zu behalten (ohne das wir von diesem Prozeß der Wiederholungen etwas bemerken, da es im Unterbewußtsein stattfindet), bis es nicht mehr im Arbeitsgedächtnis benötigt wird. Der nächste Gedanke kann kommen, der nächste Satz kann empfangen werden.

    Der Arbeitsspeicher des Gehirns hat (ebenso wie das Arbeitsgedächtnis) mehrere Bezugsebenen und zwar so dynamisch viele, wie gerade benötigt werden. Es gibt auch mehrere Arbeitsspeicher, um verschiedene Aufgaben gleichzeitig zu erfüllen und diese werden wohl ebenso erst dann eingerichtet, wenn sie gebraucht werden. Das ist aber primär kein physikalischer Prozeß, indem das Gehirn umgebaut wird, sondern es ist ein "programm-technischer" Ablauf (welchem man bei einem Computer als Betriebssystem-Software beschreiben würde). Das macht das Gehirn sehr produktiv. So kann beispielsweise ein Düsenjet-Pilot bei Überschallgeschwindigkeit mit der Bodenstation Kontakt halten und über seine Sichtung berichten, seine Bordinstrumente dabei checken und gleichzeitig andere Flugkörper im Visier halten sowie zudem noch das eigene Flugzeug korrekt fliegen. Durch die flexible Arbeitsteilung des Gehirns, ist der Mensch äußerst hochleistungsfähig. Und fliegt der Pilot nicht mehr, begibt sich Zuhause auf seine Couch und ruht sich dort aus, kann sein Gehirn einige Aktivitäten zurückfahren und nicht mehr benötigte Arbeitsspeicher abschalten, das spart Energie und entlastet das Gehirn sowie den Mensch.

    Das Unbewußte (welches noch nicht einmal im Unterbewußtsein ist), als auch das Unterbewußte (das Unterbewußtsein), erarbeitet die Prozesse, die die "Maschine" Mensch am Laufen bzw. am Leben erhält. Diese Prozesse koordinieren die physikalischen, biologischen und chemischen Prozesse des Körpers sowie auch die geistigen Prozesse auf allen Ebenen. Diese Prozesse sind nach Lebensalter sehr unterschiedlich, sowie auch an den anderen Qualifikationen eines Menschen orientiert und gebunden, also an körperliche (physische) Qualitäten des Menschen, sowie an seine mentalen geistigen Möglichkeiten. Aus letzterem ergibt sich auch inwieweit sprachfähig der Mensch ist. Also ist er mehrsprachig oder beherrscht er nur seine Muttersprache?

    Nun stellt sich den Sprachforschern jetzt eine neue Frage: Ist unsere Muttersprache angelernt? Also ohne dieses Erlernen (beispielsweise durch unsere Eltern) hätten wir keine Sprache? Oder sind alle Sprachen der Menschheit schon von Natur aus in unserem Gehirn vorhanden und das Erlernen der Muttersprache ist lediglich ein aktivieren aus dem Pool der vorhandenen Sprachen, welche in unserem Gehirn schlummern? Oder sogar noch weitergehend: sind die Sprachen nicht sogar im Informationsfeld abgelegt und wir holen beim erlernen der Sprache, die Sprachinformationen dort nur heraus?

    Man kann zu dieser Vermutung kommen, da man immer wieder hört, daß es Menschen gibt, die nach einem Ereignis (beispielsweise Unfall mit Kopfverletzung), plötzlich eine Sprache sprechen können, die sie angeblich vorher nie erlernt haben. In der Wissenschaft gibt es hierfür sogar einen Begriff "Xenoglossie". Oft wird versucht Xenoglossie als Reinkarnation hinzustellen, also als Erinnerung aus einem früheren, schon mal gelebten Leben (in einem anderen Land mit einer anderen Sprache). Doch ist es nicht eher so, daß alle Sprachen im Informationsfeld abgelegt sind und wir darauf zugreifen? Die Möglichkeit, daß Sprachen im Informationsfeld abgelegt sind und unser Gehirn einen Zugang zu diesen Informationen hat und diese bei Bedarf abruft (aktiviert), ist jedenfalls eine interessante Vorstellung.

    Doch zurück zu den Paradoxen. Das nächste Paradoxon ist, wir können eine Sekunde teilen in eine halbe Sekunde, viertel Sekunde, achtel Sekunde und immer weiter bis theoretisch ins unendlich Kleine und das, wo die Zeit doch immer weiter läuft, bis in die Unendlichkeit, also dann in der Dauer von unendlicher Größe ist. Genauso können wir den Raum teilen, bis ins unendlich Kleine, der sich aber gleichzeitig auch ausbreitet bis ins Unendliche, also auch hier von unendlicher Größe ist. Das mutet sehr Paradox an, daß etwas unendlich klein sein kann, aber dann auch zugleich unendlich groß ist.

    So sind wir, an der unendlichen Größe des Kosmos gemessen, fast unendlich klein, aber vom Standpunkt des wirklich unendlich Kleinen, sind wir doch ein riesiger Kosmos. Wo stehen wir also mit unserer Größe in der Welt?

    Wenn wir die Taktfrequenz einer Uhr erhöhen können, d.h. sie mißt immer kleinere Zeiteinheiten (nehmen wir als Ausgangspunkt die Sekunde), wer sagt uns, ab wievielter Stelle die Zeit nicht mehr in einer kleineren Zeiteinheit teilbar ist? Rein mathematisch geht es bis ins Unendliche. Wenn wir also feststellen wollen, wie lange die Gegenwart dauert, ob eine Sekunde oder weniger, dann kommen wir rein empirisch zu dem Punkt, wo wir sagen müssen, sie ist unendlich klein. Wenn wir als Mensch ewig leben könnten - sowie die Gegenwart ewig ist (denn die Gegenwart ist immer in der Gegenwart) - und man würde sich fragen, wie lange unsere Gegenwart andauern würde, hätten wir dann das Paradoxon sagen zu müssen: "Unendlich lange!". Da wir nur in der Gegenwart leben, wäre unsere Gegenwart unendlich lang, aber auch unendlich kurz, würden wir messen wollen, wie schnell sie vergeht. Denn der Augenblick der Gegenwart ist nicht von Dauer, obwohl die Gegenwart ewig andauert. Auch das erscheint uns Paradox.

    Wir leben im Jetzt, in der Gegenwart, und zwar zu jeder Zeit, wo wir leben. Die Gegenwart ist uns allgegenwärtig. Keiner weiß was die Zukunft uns bringt. Sie kommt auf uns zu, verweilt einen Augenblick (einen Hauch der Ewigkeit) in der Gegenwart und verabschiedet sich in die Vergangenheit. Unsere Gegenwart wird also von der Zukunft gespeist. Wir schauen nicht in die Zukunft hinein, sie ist uns unbekannt und offen und so scheint es, noch nicht festgelegt, denn sie ist etwas, was ständig auf uns zukommt und unser Dasein erneuert. Und was Gegenwart war, haben wir hinter uns gelassen, ist zu Vergangenheit geworden.

    Aber stimmt das so? Kommt die Zukunft aus der Ferne auf uns zu? Aus einer fernen Zukunft? Oder ist nicht die Vergangenheit unsere Zukunft?

    Geht denn nicht die Gegenwart eher aus der Vergangenheit hervor, als aus der Zukunft? Ohne die Vergangenheit hätten wir ja keine Zukunft und wohl damit auch keine Gegenwart, oder? Wer den Samen nicht sät, kann das Korn nicht ernten.

    Die Gegenwart geht aus der Vergangenheit hervor, so wie das Kind aus dem Schoße der Mutter kommt und nicht aus der Zukunft ihr herbeifliegt. Die Zukunft liegt da noch in weiter Ferne (so nah sie auch sein mag, denn sie hat uns ja noch nicht erreicht) und hat keinen Einfluß auf die Gegenwart. Die Vergangenheit aber schon. Die Gegenwart ist nämlich das Produkt der Vergangenheit (über den Umweg der sogenannten Zukunft) sowie auch die Vergangenheit das Produkt der Gegenwart ist, denn die Gegenwart wurde der Vergangenheit überlassen. Und indem wir aus der Vergangenheit hervorgehen, wird die Vergangenheit unsere Zukunft sein, verändert zwar, aber noch immer von Bestand.

    Während wir noch mit einem Bein in der Vergangenheit stecken und mit dem anderen Bein in der Gegenwart schon sind, ist die Zukunft eine Unbekannte, die sich vom Felde der Vergangenheit nährt.

    Ohne das die Gegenwart uns in die Vergangenheit (ent-)läßt, hätten wir auch keine Zukunft. Kürzer gesagt: ohne Vergangenheit keine Zukunft. Und ohne Zukunft keine neue Gegenwart und ohne neue Gegenwart keine neue Vergangenheit.

    Die Vergangenheit beeinflußt uns mehr als die sogenannte Zukunft, denn die Zukunft ist veränderte Vergangenheit. Es kam etwas hinzu oder es wurde etwas weggenommen, das ist Veränderung. So ist unser Alltag. Aber wir sind immer noch auf der Erde und die Zukunft ist uns nicht so fremd, das sie uns ständig, von einem auf den anderen Augenblick, neue Welten beschert, die wir noch nicht kennen und in welcher wir uns nicht auskennen würden. Die Zukunft ist beständig von der Vergangenheit schwanger. Sie gebiert neues aus dem alten.


    Die Zukunft kommt nicht aus der Zukunft, sondern aus der Vergangenheit.

Abb.: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gehen eine feste dauerhafte Verbindung (Ehe) ein.


Denn käme die Zukunft aus der Zukunft, müßte sich die Welt in jedem Augenblick komplett neu erschaffen, da sie (als etwas eigenständiges) von der Gegenwart und der Vergangenheit getrennt wäre. Die Zukunft kennt dann die Vergangenheit nicht. Die Welt ist aber beständig und muß daher nicht ständig neu geschaffen werden. Wäre die Zukunft nämlich von Gegenwart und Vergangenheit getrennt, könnte sie hierauf keinen Bezug nehmen. Dann würde die Zukunft aber nicht nur jeden Augenblick die Welt neu erstehen lassen, sondern auch in jedem Augenblick eine andere neue Welt. Tatsächlich ist es dagegen so, daß die Zukunft aus der Vergangenheit sich nährt. Das bedeutet: Zukunft ist die Änderung der Vergangenheit in der Gegenwart, denn nur in der Gegenwart finden Veränderungen statt. Es finden also keine Veränderungen in der Zukunft statt. Zukunft ist dementsprechend die Differenz von der Gegenwart zur Vergangenheit. Oder als Formel ausgedrückt:

Zukunft = Gegenwart - Vergangenheit.


    Die Welt ist also in jedem Augenblick immer die gleiche, bis auf die Differenz, welche Veränderungen hervorgebracht haben. Die nächst fernere Zukunft ist also die Addition dieses Vorgangs (und weiterer solcher Vorgänge), mit dem Ergebnis noch größerer Differenz zum Jetzt.

    Um vorherzusagen, was die Zukunft einem bringt, muß man also die Vergangenheit gut kennen. Aber eben nicht grob (symbolisch), sondern man muß jeden einzelnen Weltpunkt genaustes kennen. Da dies unmöglich ist und dies niemand kann, kann auch niemand die Zukunft genau vorhersagen. Obwohl es Menschen in prophetischen Träumen immer wieder gelingt, einen Einblick in die Zukunft zu erhalten. Dazu aber in einem anderen Kapitel, an anderer Stelle, mehr.

    Nun muß man auch den Begriff der Zeit, als etwas fließendes, neu denken. Die Zeit fließt nämlich nicht (an uns vorbei), sie ist statisch, was sich ändert ist die Differenz zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Wenn die Zeit dynamisch wäre, dann würde sie an den Dingen vorbei fließen, die Dinge wären aber dann statisch. Das hieße, die Welt wäre starr und für jeden Augenblick gäbe es eine neue Welt. Dem ist aber nicht so.

    Viele kennen sicher das Büchlein das man Daumenkino nennt, wo auf jeder Seite eine Zeichnung ist, wobei es bei jeder Zeichnung nur eine kleine Änderung gibt. Indem man die Seiten ganz schnell abblättert, bekommt das Gezeichnete nun Bewegung. Genauso funktioniert auch ein Film, der aus vielen tausend Einzelbildern besteht, aber durch das schnelle abspulen, bekommen die Szenen des Filmes Bewegung. Unser Leben ist aber kein Film den man abspulen kann und wir sind auch kein Teil, keine statische Zeichnung, eines Daumenkinos.

    Da es nur eine Welt gibt, welche beständig ist, gibt es nicht für jeden Zeitpunkt eine neue Welt. Die Welt setzt sich nicht, wie in einem Film, aus vielen unzähligen Einzelbildern zusammen. Wir sind es die sich bewegen, vorbei an einer statischen Zeit (mehr hierzu im Buch "Theorie der dynamischen Realität", Infos: www.welt-formel.de).

    Entgegen dieser objektiven Erkenntnis ist in der Religion des Islam jedoch die Zeit dynamisch und daher die Welt statisch. Leben bekommt sie erst durch Gott, der die Welt zu jedem kleinsten Zeitpunkt komplett neu erschafft. Hier liegt die Zukunft in der ständigen Neuerschaffung der Welt. Und auch wieder in ihrer Vernichtung. Denn bevor die Welt zum nächsten Zeitpunkt neu erschaffen wird, muß die derzeitige auch gleich wieder vernichtet werden - um Platz für die nächste neue zu schaffen. So die Weltansicht des Islam. Zeit hat hier eine andere Dimension. Ebenso auch das Leben, welches Knechtschaft bedeutet, denn es ist von Gott abhängig und die Menschen sind seine Untertanen (und sie sind ebenfalls Untertanen von den irdischen Stellvertretern, deren teils grausames Herrschaftsinstrument die Scharia ist).

    Doch wie ist das mit der Zeit? Zeit kann man nicht anfassen, schmecken, sehen, hören oder riechen, sondern nur erfahren und zwar das wir in der Gegenwart sind, die sofort zur Vergangenheit wird und das die Zukunft uns immer näher kommt, bis sie für den Hauch eines Moments zur Gegenwart wurde und sich sogleich in die Vergangenheit verabschiedete. Die Gegenwart ist das kurzlebigste auf dieser Welt. Dauert die Gegenwart 1 Sekunde? Ein Zehntel Sekunde? Ein Hundertstel oder ein Tausendstel Sekunde? Oder gar noch weniger?

    Die Sekunde wird seit 1967 von den Wissenschaftlern als die Dauer von 9.192.631.770 Perioden der Strahlung, die dem Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustands von Atomen des Cäsiumatoms 133 entspricht, definiert.

    So können wir also die Dauer unserer Gegenwart als eine Anzahl von Schwingungen des Cäciumatoms beschreiben. Und gemäß der Schwingungen des Cäsiumatoms vergeht sie sehr schnell. Das Jetzt ist also äußerst kurz. Zu kurz für vollständige Gedanken.

    Wenn das Denken ein Prozeß ist, der im Jetzt stattfindet, dann gibt es den kompletten "Gedanken" nicht, dann ist er eine Illusion, denn ein kompletter Gedanke kann nur in wenigen Fällen komplett im Jetzt sein (wie zuvor schon beschrieben). Im Jetzt befindet sich lediglich ein Teil eines Gedankens. Aber ein Teil ist eben nur ein Teil und erst alle Teile zusammen machen einen kompletten Gedanken aus. Der "Gedanke" ist ein (Ober-) Begriff wie beispielsweise die "Menschheit".

    Sowie die Menschheit ein Begriff für eine Vielzahl von Menschen ist, nämlich alle Menschen zusammengenommen, werden die Gedankensplitter erst durch die Vielzahl seiner Informationen zu einem ganzen Gedanken. Im Jetzt, just im Augenblick, ist aber nur ein kleiner Teil davon aktuell, also wahr. Demzufolge gibt es im Jetzt keinen kompletten Gedanken, es sei denn, er wäre extrem kurz, so wie der Augenblick, das Jetzt, extrem kurz ist. Das ist sehr unwahrscheinlich. Eine Gruppe, selbst eine große Gruppe wie die einer Nation, wird man nicht als Menschheit beschreiben, weil sie nur ein Teil aller Teile ist, egal wie groß dieses Teil ist. So ist auch ein Gedanke erst komplett, wenn alle Gedankensplitter (sinnvoll) zusammengefügt sind.

    Wenn wir über etwas nachdenken, einen Gedanken haben, dann dauert dieser Gedanke schon mal eine Sekunde oder länger. Wenn wir also über die Gegenwart nachdenken, dann empfinden wir sie länger andauernd, als sie eigentlich ist, auch deshalb, weil wir uns ständig in der Gegenwart bewegen. Wir leben im Jetzt und nicht in der Zukunft und auch nicht in der Vergangenheit. Das Jetzt ist für uns allgegenwärtig und damit die Gegenwart für uns ein andauernder Zustand. Da für uns die Gegenwart andauert, können wir definitiv nicht feststellen, wie schnell die Gegenwart uns in die Vergangenheit entgleitet. Wir haben aufgrund unseres geistigen Bezugssystems kein genaues Gespür, wie schnell die Zeit vergeht. Aber mit Hilfe eines Zeitmessers können wir sehen, wie schnell die Zeit verstreicht, aber es kommt auf den Zeitmesser an wie er getaktet ist, auf eine Sekunde hin oder schneller. Ist er zu schnell getaktet, entzieht er sich auch unserer Wahrnehmung.

    Ein moderner Computer, mit einer hohen Taktfrequenz, kann in einer Sekunde viele Rechenoperationen durchführen. Sobald eine Operation aus dem Hauptspeicher wieder heraus ist, weil die Rechenaufgabe berechnet und nun abgespeichert wurde, ist sie nunmehr Teil der Vergangenheit. Bei Millionen Rechenoperationen in der Sekunde, ist die Zeitspanne jeder einzelnen Operation, von der Gegenwart (im Hauptspeicher) in die Vergangenheit (abgelegt auf der Festplatte), äußerst klein. Wir Menschen können mit unserem geistigen Bezugssystem eine solch kleine Zeiteinheit nicht erfassen; das bedeutet, unser Bezugssystem braucht einen Strang an Zeit, um einen Augenblick wahrnehmen zu können. Jeder Gedanke ist also nicht nur ein Strang an Informationen, sondern auch ein Strang an Zeit. Und dieser Gedankenstrang ist eine energetische Welle, die in den Nervenbahnen und Synapsen des Gehirns agiert und die darüber hinaus auch befähigt ist, sich durch den Raum zu bewegen.

    Wenn ein Gedanke von uns gedacht wurde, kann es also sein, daß dieser von einem anderen Menschen als Gedankenimpuls empfangen werden kann. Wenn wir also etwa denken, eine neue Idee zu haben, kann es sein, daß wir diese Idee, den Gedanken hierzu, deshalb haben, weil es sich schon andere so gedacht haben oder andere gerade darüber nachdenken. Wir haben diese Gedankengänge nur unbewußt aufgenommen. Deshalb: Eine Idee hat man selten alleine. Man hat sie, wenn die Zeit dafür reif geworden ist. Das heißt, wenn viele Menschen sich schon mit einem bestimmten Thema beschäftigen, ist dies vielleicht der Grund dafür, warum man selbst auch darüber nachdenkt. Gut möglich, daß ich jetzt nicht der Einzige bin, der hier über die 5. Dimension schreibt und nachdenkt. Vielleicht habe ich die Gedanken hierzu auch nur empfangen (woher auch immer) und gebe sie nun weiter. Immerhin war der Startpunkt des vorliegenden Werkes eine Eingebung (Erleuchtung), welche ich dieses Jahr (2014) erfahren habe, obwohl ich mich zu diesem Zeitpunkt mit diesem Thema gar nicht beschäftigt hatte. Das Ereignis fand just in dem Augenblick statt, wo ich zum wiederholten Mal begann, die Bibel zu lesen. Welch ein Zufall! Wobei ich mir aber nicht ganz sicher bin, ob es dies wirklich auch ein Zufall gewesen ist. Wer hatte nicht schon mal im Leben das Gefühl, durch ein Ereignis, oder einen Ablauf mehrerer Ereignisse, das dies kein Zufall sein konnte, sondern Bestimmung sein mußte? Es folgte jedenfalls bei mir so etwas wie ein innerer Zwang alles aufzuschreiben, um es anderen weiter zu geben. Es hat mich jedenfalls auf eine interessante philosophische (wie auch theologische) Reise gebracht, dessen Ziel ich derzeit entgegen eifere (die Veröffentlichung dieses Buches). An dieser Reise werden Sie beim lesen nun beteiligt sein.

    Wenn man also ein Buch schreibt oder einen Artikel, wie ich das gerade tue, wo kommen die Gedanken (Informationen) her, die man dabei entwickelt?

    Sind es eigene, gerade selbst produzierte (erfundene) Gedanken? Oder mischt unser Gehirn verschiedenste Informationen zusammen und sortiert hernach die Informationen nach gut dünken zu einem Gedankensatz? Oder nimmt unser geistiges Bezugssystem bestimmte Gedankenströme von außen auf, die es verarbeitet und nun zu neuen Gedanken formt, die der Autor eines Schriftstückes aufschreiben kann?

    Kein Autor weiß, welche nächsten Sätze er zu Papier bringt, das agiert ja erst einmal komplett im Unterbewußtsein und die nächsten Sätze liegen ja in der vermeintlichen Zukunft, worauf wir noch keinen Zugriff haben. Und ob das Unterbewußtsein nur eigene Gedanken verarbeitet und an das Bewußtsein weiter gibt, kann man nicht wissen. Aber sicher hat man auch eigene Gedanken, denn sonst würde es ja keine neuen Gedanken geben. Jeder Gedanke muß ja erst mal gedacht werden, bevor er vervielfältigt und weiter gegeben werden kann. So wie auch ich jetzt neu entwickelte Gedanken an Ihnen vermittle, damit Sie diese verinnerlichen und weitergeben. Je mehr es sind, die dies tun, um so besser.

    Wenn nämlich viele das gleiche denken, entsteht eine Gedankenwelle, ein Strang an Informationen, welche dann auch andere Menschen aufnehmen werden. Es entwickelt sich ein sogenanntes kollektives Bewußtsein. Die Gedankenwelle können wir uns wie ein TV-Signal vorstellen. Die Wellen sind um uns herum, wir sehen, hören, schmecken und fühlen sie aber nicht. Mittels eines Empfängers, dem Fernseher, können wir sie aber vom TV-Gerät analysieren und so umwandeln lassen, daß wir ein Fernsehprogramm haben, beispielsweise mit einem Dokumentarfilm über die neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse im Bereich der Physik.

    Die Gedankenwellen sind also genauso um uns herum, wie es die TV- oder Radio-Signale sind. Und wir Menschen sind die Empfänger der Gedankenwellen, wenngleich die auch nur zuerst von unserem Unterbewußtsein aufgenommen werden, was wir ja gar nicht bemerken, weil es uns nicht bewußt wird.

    So beispielsweise funktioniert auch Mode. Es ist das aufnehmen von Signalen im Unterbewußtsein. Wie sonst ist es zu verstehen, daß immer mehr Menschen sich mit Tattoos und Piercings häßlich machen und sich, wie bei einem Ochsen, einen Ring durch die Nase ziehen? Natürlich ist alles eine Frage des Geschmacks und jeder hat einen anderen. Aber Geschmack ist auch von der Mode abhängig, also von einem Massenspektakel (selbst Anti-Mode wie Punk ist Mode, obwohl Punk inzwischen auch aus der Mode gekommen ist, nur deren Piercings noch nicht). Und das Massenspektakel ist ausgelöst durch eine Gedankenwelle, die sich immer mehr und mehr aufbäumt. Nun finden Piercings plötzlich ganz viele Menschen toll (super cool), davor jedoch war so etwas für die meisten undenkbar und unästhetisch. Wenn die Welle wieder abebbt, werden die Piercings so nach und nach verschwinden (viele persönliche Schäden davon aber nicht) und viele werden sich dann beschämt fragen: "Wie konnte ich nur eine solche Mode mitmachen?". Und dann kommt die nächste Mode. So war es bei den Menschen immer schon, über alle Jahrhunderte hinweg. Kein Mensch läuft heutzutage mehr im Barockstil des 17. Jahrhunderts über die Straße (erst dann, wenn es wieder zur Mode wird).

    Eine Gedankenwelle löst Emotionen wie auch Zwang aus. Viele Menschen erleben einen inneren Zwang mit der neuesten Mode mitzugehen, verbunden mit den verschiedensten Emotionen. Häufig sogar Glücksgefühl. Dies kann das Ergebnis der Gedankenwelle sein. Wir sind also auf einer Art telepathischen Wege mit anderen Menschen verbunden (hieraus entwickelt sich der Zeitgeist), bis hin zur Massenhysterie. Politiker wissen dies gut zu nutzen. Wie konnte sonst einst Joseph Goebbels die Menschen fragen: "Wollt Ihr den totalen Krieg?", worauf ihm eine Menschenmenge ein lautes "Ja!" entgegen schmetterte. Wie irre ist das denn, einen totalen Krieg zu wollen, mit der Möglichkeit der eigenen totalen Vernichtung? Ohne die Massensuggestion hätte nicht auch nur ein Einziger annähernd so einen Gedanken erwogen. So sehr wird man von Gedankenwellen gefangen genommen. Doch auch diese Erfahrung und Erkenntnis ändert nichts daran, daß in Zukunft nicht wieder eine solche Massensuggestion möglich wäre. Man kann sich diesen Gedankenwellen nicht entziehen.

    Ähnliches vollzieht sich nämlich bis in unsere heutige Zeit hinein. Diktaturen lassen sich nicht (oder nur in seltenen Fällen) abschütteln und entmachten, weil Gedankenwellen Menschen miteinander verbinden und zwar dahingehend, auf der Seite des Herrschers zu sein (Beispiel Nordkorea), initiiert durch Propaganda, aber auch durch Zwang und gewaltsame Unterdrückung. Und durch Versprechungen, die jedoch meist nicht erfüllt werden. Ist es nicht eine Dummheit der Menschen immer und immer wieder auf die Versprechungen von Despoten hereinzufallen und sich von Propaganda beeinflussen zu lassen? Ist denn der Mensch kein intelligentes Wesen?

    Doch, der Mensch ist ein intelligentes Wesen. Daß die Menschen ihre Umwelt zerstören, Kriege führen, viele von ihnen unfrei in Diktaturen leben, hat nichts direkt mit Intelligenz zu tun, obwohl der Mensch eigentlich intelligent genug wäre dies zu ändern, also das soziale Miteinander positiver zu gestalten und die Natur besser zu achten und von Müll zu befreien (insbesondere in den Weltmeeren). Aber eine große Gewalt in uns blockiert derlei intelligente Handhabung. Es ist eine menschliche Naturgewalt: "Der Kampf ums Dasein!", welcher uns auferlegt ist von der Natur. Und in unseren Genen auch so festgeschrieben ist. Ein Überbleibsel aus der Ur-Zeit der Menschheit.

    Es braucht zwar heute kaum noch ein Mensch durch die Wildnis schleichen um Tiere zu erlegen, damit er Nahrung hat, aber dafür braucht man in unserer heutigen Zeit Geld und dafür wiederum Arbeit, um sein Leben finanzieren und bestreiten zu können, und viel Geld um gut Leben zu können. Doch das reicht nicht jedem Mensch zur Genüge. Er strebt nach mehr, nach mehr Geld, nach viel mehr Geld, nach Luxus, nach Macht. Der Kampf ums Dasein entfesselt die Gier, insbesondere bei Erfolg. Gier kennt keinen Umweltschutz. Gier kennt kein Mitleid mit anderen. Gier heißt nehmen, was man bekommen kann, egal wie man es bekommen kann. Die Gier nach Macht läßt Menschen zu Diktatoren werden, oftmals zu grausamen Diktatoren, sofern es andere nicht vermögen dies zu verhindern. Viel Geld zu haben (Millionen oder Milliarden) bedeutet, daß viele andere nur noch sehr wenig haben (denn die Geldmenge ist begrenzt und wegen der vielen Millionäre und Milliardäre ungleich zwischen den Menschen verteilt). So treiben wir Menschen langsam aber unaufhaltsam einer Katastrophe zu. Jedenfalls dann, wenn der Mensch seine Naturgewalt nicht anders einsetzt und diese Urgewalt weiterhin seine Intelligenz blockiert, in diesen wichtigen Lebensfragen, bezüglich Umweltschutz und soziales, freiheitliches und friedliches miteinander leben. Wir Menschen müssen einen Weg finden, diese Blockade aufzubrechen, welches uns als "Kampf ums Dasein" auferlegt ist und was uns für ein besseres Leben blockiert.

    Wissenschaftler und Forscher werden immer tödlichere Waffen entwickeln und Herrscher verlangen von ihren Militärs diese einzusetzen. Ein Irrer reicht, um einen atomaren Weltkrieg zu entfesseln. Aber es bedarf noch nicht einmal eines Irren hierzu, es reichen verstrickte Umstände, die eine Lawine ins Rollen bringen kann. Die Geschichte hat an Beispielen viele davon parat. Wir Menschen müssen eine Ethik entwickeln, wo das Streben nach Luxus und nach Macht nicht mehr im Vordergrund steht, sondern abgelöst wird durch Anerkennung in der Gesellschaft. Die Anerkennung und der Genuß bestimmter Privilegien einer größeren oder kleineren Gemeinschaft muß wichtiger sein, als die Gier nach Reichtum und Macht. Zudem sollte die Weltgemeinschaft sich Gedanken machen über eine für alle Menschen verbindliche Weltethikcharta (siehe hierzu auch: www.charta-der-weltethik.de). Dann sollten wir uns auch Gedanken über unsere anderen irdischen Mitbewohner machen, den Tieren, und uns dabei vielleicht auch die Frage stellen: "Sollen Menschen Tiere essen?" (siehe hierzu: www.weltethik.de/ethik/ethik.html). Wir sollten also alle etwas mehr über uns und über unsere Umwelt nachdenken. Es kann jedenfalls nicht schaden.

    Denken, das ist die Aufnahme und Organisation von Informationen, das planmäßige bereitstellen und ordnen von Informationseinheiten (Daten) zu einem Ziel hin: das Ziel ist der sinnvolle Gedanke, welcher das Ergebnis der organisierten Datenflut ist. Die planmäßige Aufnahme und Bereitstellung von Informationen sowie deren Weiterverarbeitung zu einem Gedanken hin, ist jedoch ein Prozeß der vornehmlich im Unterbewußtsein stattfindet.

    Informationen können wir auch im Hauptbewußtsein erhalten, indem wir beispielsweise einen Zeitungsartikel lesen, wie wir ihn aber verstehen und den Inhalt verarbeiten sind wiederum komplexe Prozesse im Unterbewußtsein, die ein Denken benötigen.

    Das Unbewußtsein und das Unterbewußtsein sind zwei völlig verschiedene Kategorien. Während im Unbewußten Abläufe sind, die nicht ins Bewußtsein gelangen, sind im Unterbewußtsein Abläufe vorhanden, die entweder ins direkte Bewußtsein gelangen sollen oder anderweitig untergebracht werden, gegebenenfalls zurück ins Unbewußte. Das Unbewußte liefert also Daten ins Unterbewußtsein und das Unterbewußtsein ins Bewußtsein. In Ausnahmefällen ist es auch möglich, daß Informationen vom Unbewußten direkt ins Bewußtsein gelangen. Wie auch der umgekehrte Fall möglich ist, wenn Informationen vom Bewußtsein ins Unbewußte zurückfallen, beispielsweise wenn man den berühmten "roten Faden" verloren hat, also etwas vergißt, worüber man bereits nachdachte, aber bei aller Anstrengung sich daran nicht mehr erinnern kann. Aber aus dem Gedächtnis gelöscht ist es nicht. Denn zu einem späteren Zeitpunkt kann es einem wieder einfallen, selbst wenn man längst nicht mehr darüber nachgedacht hatte. Das Gehirn speichert viel, löscht aber nur selten etwas. Gespeichertes wird abgelegt und kommt nur bei Bedarf wieder ins (Vor- oder Unter-) Bewußtsein. Können wir uns an alle Begebenheiten eines Urlaubes erinnern, der beispielsweise vor 10 Jahren stattfand? Wohl nicht. Vielleicht nur noch, daß wir überhaupt Urlaub irgendwo gemacht haben. Sollten aber Fotos vorhanden sein, die man sich nach 10 Jahren zum ersten Mal (oder nach langer Zeit mal wieder) anschaut, dann fallen einem wieder ganz viele Dinge zu dem Urlaub ein. Das zeigt, die Daten sind zwar vorhanden, aber so abgelegt, daß man an sie nur bei Bedarf wieder herankommt, also wenn sie vom Gehirn für das Bewußtsein wieder freigegeben werden.

    Aber sind die Erinnerungen alle im Gehirn abgelegt oder vielleicht doch im Informationsfeld?

    Unser geistiges Bezugssystem nimmt zwar viele Informationen im Unterbewußtsein auf, vermittelt aber davon nur einen Teil ins Bewußtsein weiter, damit wir nicht in Informationen "ertrinken".

    Die Welt die wir sehen ist uns angenehm, da wir nicht alles sehen und hören können. Würden wir alles sehen und hören können, also beispielsweise Infrarotlicht sehen, Infra- und Ultraschall hören (und natürlich alles gleichzeitig), dann wäre die Welt uns wohl ein albtraumhaftes Chaos, ein nicht enden wollender schwer psychohafter LSD-Trip. Der Mensch würde irre werden unter solch starken Einflüssen. Die Welt wäre für den Menschen so nicht zu gebrauchen. Es ist also schon eine starke Leistung unseres geistigen "Brennofens" nicht nur Daten aufzunehmen (die von den Sinnesorganen kommen), sondern diese auch auszuwerten und zu bewerten, welche Daten (Informationen) davon an das Bewußtsein weitergegeben werden sollen, damit wir eine Welt haben, in der wir uns zurechtfinden können. Wir sehen also nur einen Teil der Realität, man könnte auch sagen: "nur einen Teil der Wahrheit". Und dabei können wir noch nicht einmal sicher sein, ob dieser Teil auch wirklich wahr ist oder nur uns so erscheint, als wäre er wahr, da wir keinen Einfluß auf unser geistiges Bezugssystem haben, was es uns als "Wahrheit" präsentiert. Wir können nur hoffen, das es realitätsnah und ehrlich ist und uns nicht verschaukelt. Auch wenn unser geistiges Bezugssystem uns nur einen Ausschnitt aus der Realität anbietet und liefert, so ist dieser Teil aber auch eine Realität und eine Wahrheit.


    Auszug aus der "Theorie der dynamischen Realität":

Das Problem ist nicht, daß die Wahrheit angeblich nicht existiert, sondern das Problem ist überhaupt zu erkennen, daß die Wahrheit existiert; d. h., daß die Wahrheit reale Existenz ist, also existierende Realität.

    So ist auch die Realität des Einzelnen die Realität, die dem Einzelnen als eine wahre Realität nicht abgesprochen werden kann. Sie ist zudem ein Ausschnitt aus dem Spektrum der uns durchschnittlich bekannten und als "allgemeine Wahrheit" anzusehenden und zu bezeichnenden Realität.

    Aber auch die "allgemeine Wahrheit" ist keine absolute Wahrheit, denn sie ist eben nichts weiter als eine durchschnittliche, für jeden zugängliche und erkennbare Wahrheit, also damit selbst nur ein begrenzter Aspekt der Realität.

    So ist auch ein Inertialsystem (ein Inertialsystem ist ein Bezugssystem im Sinne der euklidischen Geometrie, indem sich unbeeinflußte Objekte geradlinig bewegen) nur Teil einer Realität, weil einem Beobachter verschiedene Ereignisse gleichzeitig erscheinen, einem anderen Beobachter aber außerhalb dieses Systems diese Ereignisse zeitlich nacheinander erfolgen.

    Im Angesicht dieser Betrachtung zeitlicher und räumlicher Abläufe kann man sich nicht Immanuel Kants (1724-1804) Erkenntnis anschließen, daß "die hinter den erkennbaren Erscheinungen verborgene Wirklichkeit an sich nie erkannt werden kann, da alles, was erkannt wird, ja überhaupt erst gedacht wird und somit schon vom Bewußtsein des Erkennenden her mitgeformt ist". Denn so schließt Kant das Bewußtsein von der Integration in der Welt aus und setzt das Bewußtsein als eine eigene Welt, die eigenständig und unabhängig von der ihr umgebenden Welt existiert, ein.

    Dieser Schluß, den Kant hier zieht, läßt sich aber nur als Trugschluß beurteilen, da unser Bewußtsein in der Natur integriert ist und unsere gesamten Erkenntnisse ein Teil von dem widerspiegeln, was wir als Wirklichkeit erkennen. Das heißt, der Mensch kann die Welt mittels seines Bewußtseins in seinem unmittelbaren Erfahrungsbereich, also in seiner eigenen Bezugsebene, so erkennen wie sie ist, da sie auch so ist - wie sie ihm erscheint.

    Denn diese Welt ist eine mannigfaltige Welt, und jeder einzelne, als ein System von Koordinaten, erkennt andere Systeme mit ihren Koordinaten, in relativen Bezug mit den eigenen Koordinaten. Jeder einzelne steht damit in Relativität mit der ihn umgebenden Welt. Damit ist die Wahrheit zwar für jeden einzelnen nur eine relative Wahrheit, aber gerade deswegen, weil sie eine relative Wahrheit ist, ist sie aber auch gerade erst eine Wahrheit - wenn auch nur eine relative. Doch erscheint diese für jeden in sich selbst als absolut.

    Genauso wie eine Kette von Lichtern uns eine sich auf- und abbewegende Lichterwelle vorgaukeln kann, indes diese Wellenbewegung aber nur als ein raum-zeitliches Aufflackern einzelner Lichter sich realisieren läßt, stellt sich aber gerade wegen dieser Relativität diese Wellenbewegung einem schnell bewegten Beobachter anders dar, als einem langsam bewegten Beobachter.

    Die Wellenbewegung der Lichterkette ist nämlich nur in einem räumlichen Nebeneinander und einem zeitlichen Nacheinander aufzufassen und von der Bewegung des Beobachters abhängig, also durchaus nur relativ wahrzunehmen. Aber deswegen ist diese wahrgenommene Bewegung des Lichts, als Welle einer Lichterkette, dennoch eine Wahrheit. Wenn auch nur eine relative Wahrheit.

    Und genauso ergeht es auch dem Farbenblinden. Für den Farbenblinden ist die Farbe eine Unwahrheit. Aber ist die Farbe deshalb eine Lüge?

    Selbst eine vorgetragene Lüge ist als umgekehrte Wahrheit, eine Wahrheit in sich!

    Wer kann unter diesen Aspekten der Realität sich selbst noch als ein Wahrheitsrichter empfinden, wo ein Wahrheitsrichter doch nur von einer als absolut geltenden Wahrheit aus richten kann?

    Auch wenn nun meine Abhandlung (der Relativität wegen) keine absolut gültigen Wahrheiten beinhalten kann, so beinhaltet sie dennoch relative (oder umgekehrte) Wahrheiten in sich.

    Die Wahrheit ist jedem die seinige, unverwechselbar und verschieden und jeweils von anderem Geschmack!


("Theorie der dynamischen Realität", 1989, Pierre Sens, www.welt-formel.de)



    Bevor Informationen ins Bewußtsein gelangen, kann das Bezugssystem unseres Gehirnes entscheiden, ob es Informationen erst einmal ins Vorbewußtsein zur Verfügung stellen will oder nicht. Das Vorbewußtsein macht das Gehirn für bestimmte Prozesse leistungsfähiger, da bestimmte Informationen, die häufig gebraucht werden, dort bereitgestellt werden, die immer dann erst ins Bewußtsein kommen sollen, wenn sie schnell benötigt werden und schon im vorhinein abzusehen ist, welche Informationen benötigt werden. Das Vorbewußtsein ist aber nicht das Unterbewußtsein. Das Vorbewußtsein ist die Zwischenstation zwischen Unterbewußtsein und Bewußtsein.

    Beispiel hierfür: Ein Arbeiter an einer Maschine muß in verschiedener Reihenfolge 10 Hebel setzen. Ins Bewußtsein gelangt der erste zu setzende und der darauf folgende Hebel. Alle anderen acht Hebel sind abrufbereit im Vorbewußtsein gespeichert, um von dort schnell ins Bewußtsein gelangen zu können. Würde jeder der Hebel erst aus dem Unterbewußtsein und aus verschiedenen Gehirnregionen gekramt werden müssen, dann würde der Arbeiter länger brauchen um die Hebel zu setzen, was sich auf seine Arbeit negativ auswirken würde. Man darf sich das Vorbewußtsein jedoch nicht als eine feste Schublade vorstellen, wo Informationen abgelegt werden, sondern es ist variabel und wird erst bei Bedarf eingerichtet. Denkbar ist auch, daß es mehrere Vor- und Unterstufen gibt von Bewußtseinsprozessen, die das Gehirn nutzt, um Daten zur Verfügung zu stellen, zu bearbeiten und abzuspeichern. Überhaupt ist die Vernetzung im Gehirn mit ihren 100 Milliarden Nervenzellen und fast 100 Billionen Synapsen so gewaltig, daß man davon ausgehen kann, daß in bestimmten und verschiedenen Regionen (Nervenzellen) nur Teilinformationen abgespeichert werden und erst bei Bedarf zusammengestellt und zusammengefügt werden, in einem bestimmten Bereich. Nennen wir ihn "Arbeitsspeicher" (und es ist quasi so etwas wie ein Vor-Unterbewußtsein). Es gibt also keine komplexen Informationen als eine komplett feste Einheit, sondern es sind Teile von Informationen die abgespeichert sind und nach einem von uns unbekannten Schema und spezifischen Gesetzmäßigkeiten zusammengestellt werden, wenn es die Situation erfordert. Wenn es die Situation erfordert, werden aus Teilinformationen bedeutungsvolle Sätze gebildet.

    Im Prinzip funktionieren die meisten Computer ja auch so. Computer sind ein wenig das Ebenbild unseres Geistes, geschaffen von unserem menschlichen Geist. Nur das menschliche Gehirn ist wesentlich komplexer.

    Ein wesentlicher Unterschied von Mensch zu Computer ist auch, daß ein Mensch einen Computer programmieren muß, daß er seine ihm gestellten Aufgaben durchführen kann, aber das menschliche Gehirn organisiert und programmiert sich selber, ohne scheinbaren Antrieb von außen. Der molekulare Anteil des Gehirnes ist auch flexibel und wird ständig umgebaut und den Bedürfnissen seines Inhabers so weit wie möglich angepaßt. Ein Roboter der sich selbst umbaut und sich selbst programmiert, ist noch Zukunftsmusik. Zudem soll er ja dann auch noch sprechen und Gefühle entwickeln können. Das läßt noch eine Weile auf sich warten.

    Das menschliche Gehirn programmiert sich also selber (so scheint es), es sei denn, im Informationsfeld liegt der Bauplan hierfür. Und nicht nur hierfür, nicht nur für das Gehirn allein, sondern für den ganzen Menschen, ja für alles Leben in dieser Welt, quasi als "Intelligent-Design", was aber dann zu Gott führen würde, denn es müßte ja dann auch einen intelligenten Designer geben.

    Deshalb ist es eine wesentliche Frage, ob wir Menschen nicht nur Informationen aus dem Informationsfeld erhalten, sondern ob das Informationsfeld nicht auch die Baupläne für alle Lebewesen enthält? Also ein "Design of Nature" oder ein "Human Design" oder für Gläubige das "Design of God" oder (wie schon zuvor genannt) "Intelligent-Design".

    Ist also alles Leben und jegliche Ordnung durch Zufall entstanden? Oder gibt es einen Bauplan für alles? Sind diese Baupläne zufällig entstanden? Oder gab (gibt) es einen Designer hierfür (Gott)?

    Sollte es Baupläne für alle Lebewesen geben und diese sich im Informationsfeld befinden, dann ließen sich sicherlich die Dinosaurier und andere ausgestorbene Spezies wieder zum Leben erwecken, wenn man die Baupläne nochmals nutzen könnte, aus dem Informationsfeld heraus, wo sie abgelegt sind. Vielleicht werden die vorhandenen Baupläne ja auch genutzt, auf anderen Planeten. Oder stehen für Planeten zur Verfügung, die noch nicht existieren, aber eines Tages existieren werden. Vielleicht werden die Baupläne des Lebens auch in anderen Universen genutzt, wo es ebenfalls Planeten gibt, die temporär Leben erzeugen und bewahren können. Dann gibt es dort ebenfalls Menschen und Tiere wie auf unserer Erde. So wäre dann die Evolutionstheorie von Charles Darwin (12.02.1809 - 19.04.1882) passé. Aber um all die Baupläne und sonstige Daten zu organisieren, bedarf es einer Ordnung.

    Ja in der Welt herrscht Ordnung und ein hoher Grad von Organisation. Chaos (was auch vorkommt) ist da vielleicht die Ordnung eines speziellen Bauplans oder ein zerstörter Bauplan. Wenn die Welt nicht von Gott geordnet ist und wird, muß es eine Selbstorganisation sein. Aber kann die scheinbar tote Materie sich selbst organisieren?

    Sie kann es nicht. Jedenfalls nicht, wenn wir sie als tot betrachten. Wie aber zuvor schon beschrieben: Materie lebt! Materie ist (geballte) Information!


    Und genau das braucht es, um etwas organisieren zu können, es braucht Informationen. Denn allein aus materialistischer Sicht läßt sich Organisation nicht erklären, wie sie entsteht und wie sie gewahrt wird. Zum bewahren bedarf es auch einer Gesetzesmäßigkeit. Das ganze bedarf dementsprechend eines Naturgesetzes, aufbauend auf Information. Der Geist bildet sich in einem Feld der vervielfältigten Urkräfte und verdichteten Energieströme im physikalischen Feld. Die Ur-Information selbst liegt aber im nichtphysikalischen Informationsfeld.

    Auch wenn vieles auf Gott hindeuten würde, kann es nicht auch "Intelligent-Design" ohne Gott geben?

    Dann ist die Natur Schöpfung und Schöpfer zugleich. Es wäre aber nicht der richtige Weg, Natur mit Gott gleichzusetzen. Also nicht: "Natur ist Gott" oder "Gott ist Natur". Das führt unweigerlich zu theologischen, philosophischen und spirituellen Problemen (wir selbst wären dann auch Gott).

    Die religiösen Menschen unter uns sagen dennoch: "Gott hat die Welt erschaffen!".

    Soll wirklich alles von einem einzigen Gott aus gesteuert, gestaltet, erschaffen und wieder vernichtet werden - geworden sein? Jeden einzelnen Weltpunkt in der unendlich weiten Welt, zu jedem Bruchteil einer Sekunde in der unendlich langen fortlaufenden Zeit? Und er kümmert sich nebenbei auch noch um jeden einzelnen Menschen, bei Bedarf auch intensiv, der ihn anbetet (die anderen läßt er wütend fallen, nach christlicher Theologie)? Da hätte Gott aber unendlich viel zu tun. Absurd!

    Aber vielleicht gibt es ja einen Übergott mit vielen ihm untergeordneten Göttlichkeiten, die alle ihre Spezialgebiete haben (Feuer, Erde, Wasser, Luft und so weiter), worum sie sich intensiv zu kümmern haben und der Übergott überwacht und steuert nur die ihm untergeordneten Göttlichkeiten. Die alten Griechen hatten ja auch ihre speziellen Götter. Vielleicht ist das Ein-Gott-Modell der jüdischen Religion doch nicht das Richtige?

    Vielleicht sollte man es da besser mit den alten Griechen halten?

    Viele Götter für die große weite Welt. Für einen einzigen Gott ist die Welt doch zu groß.

    Durch die Strategie der Dezentralisierung von Informationen und Informationsteilen, wird der geistige Prozeß äußerst dynamisch und kreativ. Es hängt also davon ab, wie schnell und möglichst sinnvoll die Teilinformationen zu einer Gesamtinformation zusammengestellt und vom Unterbewußtsein ins Bewußtsein bereit gestellt werden, gegebenenfalls bei Bedarf über den Weg des Vorbewußtseins.

    Je sinnvoller und kreativer ein geistiges System die Teilinformationen zusammenbastelt, um so erfolgreicher kann die Person beispielsweise in Schule und Beruf sein.

    Das geistige Bezugssystem ermöglicht jedem eine gewisse Lernfähigkeit, die ist aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt. Dann kommen noch äußere Faktoren hinzu, die die Lernfähigkeiten fördern oder beeinträchtigen. Die Lernfähigkeit ermöglicht es, Einfluß auf den Prozeß der Zusammenstellung der Informationen und Informationsteile zu nehmen. Nicht nur die guten Informationen werden für den Lernenden gespeichert, sondern auch möglichst gut gespeichert, so daß bei Abruf der Informationen auch wieder Sinnvolles herauskommt. Je besser ein Lernender ist, umso besser kann er seine Informationen später wiedergeben. Der Lernende trainiert sein Gehirn und bringt es auf Trab. Hören wir auf mit dem Gehirntraining, wird die Gehirnleistung herabfallen und das geistige Bezugssystem die Daten nicht mehr vollzählig (und vielleicht auch nicht mehr ganz so korrekt) zur Verfügung stellen. Man verdummt quasi, weil das Vergessen einsetzt (sich Nervenzellen zurückbilden). Aber manchmal kann Vergessen auch ein probates Mittel gegen geistige Beschwernis sein.

    Nun wird schon seit Jahren mit verschiedenen Mitteln versucht die Lernfähigkeit zu steigern ("Gehirnjogging" beispielsweise). Auch werden über weitergehende Methoden als den klassischen Lernunterricht nachgedacht und zwar mit Mitteln von Technik und Medizin. Letztlich läuft alles auf eine "Wissenspille" hinaus, wo man Wissen nicht mehr erlernen muß, sondern mit Hilfe einer Pille bestimmte Wissensbereiche in sein Gehirn chemisch einbrennt. Das mag auf den ersten Blick von großem Vorteil sein, ist es aber nicht. Es beherbergt viele neue Bedrohungen für die Welt. Über die großen Gefahren einer Wissenspille kann der Leser sich in meinem Buch "Die Wissenspille" (ISBN-10: 3831121818) informieren.

    Wird es vielleicht einmal sogar eine Art Wissenspille geben, die ein Kanalöffner zum Informationsfeld sein wird, um dort möglichst viele Informationen abzusaugen?

    Wenn die Wissenschaftler diese Theorie der 5. Dimension akzeptiert haben, werden sich schon bald Wissenschaftler auf den Weg machen zu erkunden, wie man jederzeit und vollständig Zugriff auf das Informationsfeld erhalten kann, um an Daten zu kommen (im Auftrag des Staates oder im Auftrag von Firmen, möglicherweise vom Datensammler "google"). Das können die persönlichen Daten eines jeden Menschen sein (also das was er denkt bzw. bisher gedacht hat), aber auch noch andere existentielle Informationen, welche Menschen besser nicht in die Hände bekommen sollten, wie das "Design of God" bzw. das "Design of Nature". Und es geht auch nicht nur ums abrufen von Informationen, sondern auch um die Manipulation von Informationen. In einem Bereich also, wo Manipulation zur Macht wird. Macht die groß genug ist um die Welt zu beherrschen.

    Wer den Zugriff aufs Informationsfeld bekommt, der hat alle Macht der Welt. Doch wohl kein einziger Mächtiger ist weise genug, Macht nicht zu mißbrauchen. So wird die Allmacht, die das Informationsfeld hergibt, zur Ohnmacht für die Welt.

    Informationen die das Gehirn erhält, werden nicht nur gespeichert und verarbeitet, sie verändern auch lokal (in kleinsten Bereichen) die physische Struktur des Gehirns, die zu einem großen Teil aus Nervenzellen bestehen. Und dies ist der ungeheure Unterschied zu einem Computer. Der Computer ändert zwar Daten und bearbeitet sowie speichert sie, aber er unternimmt keine Strukturveränderung an seiner Hardware dabei vor.

    Ein wichtiger Unterschied von Mensch zu Computer ist auch, der Mensch hat Bewußtsein. Er weiß was er weiß und ist sich dessen bewußt. Ebenso ist er sich seiner Umwelt bewußt, so wie sie ihm erscheint. Der Computer dagegen hat nur Daten gespeichert und er kann sie wiedergeben, mit Hilfe von Programmen. Mit seiner Software kann er Daten bearbeiten und für bestimmte Zwecke verwenden. Aber ein Computer weiß nicht, daß er Daten hat, er ist sich dessen nicht bewußt. Auch ist er sich seiner Umwelt nicht bewußt.

    Man kann dem Computer natürlich so programmieren, daß er sich äußert: "Ich habe Bewußtsein...!"; und auch das er die Lufttemperatur messen kann (nur fühlen kann er diese nicht). Zwar kann er den genauen Temperaturgrad angeben, aber das er dies äußert weiß er nicht, er gibt nur die vorprogrammierten Informationen weiter. Der Computer ist eben nur eine Maschine, er hat kein Herz, kein Hirn, keinen Verstand und überhaupt schon mal keine Seele. Er hat auch kein Gewissen, keine Würde und auch nicht die Fähigkeit zu moralischen und ethischem Verhalten.

    Anders könnte es aussehen, wenn es einen biologischen Computer gäbe. Forscher lassen heute schon aus Stammzellen Körperteile (z. B. Haut) züchten. 3D-Drucker lassen sich vielleicht später einmal mit menschlichen Zellen/Gewebe betreiben, um ganze Organe, vielleicht auch Gehirne, auszudrucken. Sie könnten eines Tages so weit sein, daß sie Gehirnzellen züchten und diese so spezialisieren, daß sie für einen biologischen Computer zur Verfügung stehen. Anfangs sind es nur brauchbare Gehirnabschnitte, die die Leistung eines herkömmlichen Computers verbessern sollen, später werden es ganze Gehirne sein, die einen herkömmlichen Computer ersetzen werden.

    Mit anderen Stammzellen wird dann noch ein Roboter gebaut der menschenähnlich ist und sich menschlich verhält, in welchem das gezüchtete Gehirn eingebaut wird, so entsteht ein humanoider Roboter, ein Android.

    Der andere Weg ist der zum Cyborger - der biologischen Mensch-Maschine. Der Name Cyborger leitet sich aus dem englischen cybernetic organism ab und bezeichnet ein Mischwesen aus lebendigem Organismus und Maschine. Die Mensch-Maschinen zählen nicht zu den Robotern, da Cyborgs technisch veränderte biologische Lebensformen sind.

    Ein weiterer Weg wäre das Klonen, also die Erzeugung eines oder mehrerer genetisch identischer Individuen von Lebewesen. Bei Tieren schon praktiziert (erstes Tier war das Schaf Dolly, im Juli 1996), beim Menschen wird es als unethisch eingestuft und ist (in den meisten Staaten) verboten. Offensichtlich ist auch noch kein Mensch geklont worden. Jedenfalls wurde derartiges noch nicht bekannt gegeben.

    Einen Menschen zu klonen, um einen Menschen der bald stirbt (oder gerade gestorben ist), als exakt identische Kopie wieder zum Leben zu erwecken und eine zeitlang weiterleben zu lassen, wäre ein lukratives Feld der Klonindustrie. Eine Vision hiervon wurde bereits verfilmt. "The 6th Day" mit Arnold Schwarzenegger. Aber wäre das Klonen nicht unethisch?

    Klonen ist verboten. Das ist Fakt. Töten im Kriege aber seltsamerweise nicht. Ist denn Klonen, wo neues Leben entsteht, unethischer als Kriege zu führen, Menschen zu töten und zu verstümmeln? Warum verbietet man Kriege nicht als unethisch und im Vorfeld schon die Produktion von Waffen? Hier muß ein Umdenken in den Köpfen der Menschen stattfinden. Selbst die Produktion von Waffen muß verpönt sein und geächtet werden.

    Doch zurück zu der Frage, ob Klonen unethisch ist?

    Ja es ist unethisch. Denn hier wird etwas geschaffen, eine Spezie, die sich vom Menschen entfernt und das Potenzial hat, den Menschen abzulösen, also die Menschheit zu vernichten. Die Frage ist eben: Wollen wir die Menschheit erhalten? Oder wollen wir eine neue Spezies erschaffen, welche uns als Menschheit ablösen soll? (weiteres hierzu in meinem Buch: "Charta der Weltethik", ISBN-10: 3831133727)

    Ebenso ist es ethisch zweifelhaft aus Menschen "Menschmaschinen" zu machen, also ihnen technische Teile zu implantieren. Es sei denn, der Mensch ist krank oder behindert und es hilft seinen Zustand zu verbessern. Die Frage ist nur, wie weit wird man gehen wollen? Der Körper kann weg und das Gehirn wird an Technik, an einer Maschine, angeschlossen? Der "Mensch" nur ein Gehirn? Ist das sein wesentlichster Bestandteil?

    Da das Klonen von Menschen (in vielen Staaten) geächtet und verboten ist, wird man versuchen den Weg über die Stammzellenforschung zu gehen um Androiden zu schaffen, indem man die verschiedensten Körperzellen züchtet und wachsen läßt, bis man einen Baukasten aus menschlichen Einzelteilen hat, die man zusammenfügt und zusammenwachsen läßt. Und dann kommt noch das gezüchtete Gehirn hinzu, mit der Fähigkeit Daten zu verarbeiten und zu speichern. Irgendwann wird es Bewußtsein haben und sich bewußt sein können, daß es eine Züchtung aus Stammzellen ist (nur für die komplette Seele haperts noch am Anfang). Der nächste Schritt der Forscher wird sein, auch die Geschlechtsorgane nachzuzüchten, damit sich der gezüchtete menschliche Android auch selbst vermehren kann. Oder die Forscher verzichten darauf (aus Effizienzgründen) und lassen in einer Fabrik den "Menschen" züchten und produzieren eine ganze Armee davon.

    Doch wofür das ganze?

    Das Ziel ist bewußtseinsfähige Wesen zu schaffen, nach Art der Menschen. Die Natur will sich vergeistigen und sich ihrer selbst bewußt sein. Die Natur hat und ist Information. Aber nur auf einer höheren Ebene kann sie sich ihrer Informationen bewußt sein, dafür braucht sie bewußtseinsfähige Wesen, wie den Menschen. Und je mehr es von diesen Wesen gibt, um so größer und dauerhafter wird das Gesamtbewußtsein sein. Das Ziel ist der "Punkt Omega", nämlich das sich die ganze Welt vergeistigt, also sich verbindet zu einem Weltgeist.

    Die ganze Welt ist zwar schon Information, aber deshalb noch nicht vergeistigt.

    Um sich seiner selbst bewußt sein zu können, bedarf es eines Geistes, eines Gedanken sprühenden Gehirns, welches die vorliegenden Informationen verarbeitet, in Raum und Zeit. Das ist das Ziel. Ein interstellarer Geist, der die ganze Welt umfaßt und sich des Daseins der Welt und seiner selbst bewußt wird, zu jeder Zeit und an jedem Punkt der Welt.

    Das erreichen des "Punkt Omega" ist aber nicht möglich. Das ganze Weltall müßte sich ja dadurch in ein riesiges Gehirn verwandeln. Die Naturgesetze sind aber so ausgelegt, daß dies auszuschließen ist. Planeten und Gestirne haben zwar auch Information, aber sie wandeln sich nicht zu einem Weltgeist um. Die Natur kann nicht aus sich heraus, ihre eigenen "Naturgesetze ändern oder brechen, ohne damit aufzuhören zu sein. Die Natur existiert wegen ihrer Gesetze erst, also erst durch sie.


Die Natur ist das einzig Mögliche, das einzig und allein Reale und somit die ganze Wahrheit und Wirklichkeit.

In Ewigkeit!


    Die Natur ist das Gesamte und damit das absolut durch sich selbst existierende Sein, dessen Formen (z. B. als Materie) eine Kette von Reaktionen sind, die sich ständig wandeln; die Reaktionen als der dynamische Prozeß ihrer Eigenschaften (Gesetze) sich erklären läßt, die Natur als Kraft zu deuten ist und in Bewegung, Raum, Zeit und Materie sich äußert.

    Die Natur ist einzig. Sie existiert ewig und ist unveränderlich. Sie kann nicht aus sich heraus, nicht ihre Eigenschaften (ihr inneres Gesetz - Logos - ) verlieren, ohne aufzuhören zu sein.

Die Natur besteht also nur durch ihre Eigenschaften, nach der sie sich bewegt und ordnet und somit sich ihren Eigenschaften unterwirft, also in sich selbst beugt und dehnt."

(Auszug aus der "Theorie der dynamischen Realität", 1989, Pierre Sens, www.welt-formel.de)

 

    Doch wo in allem, wo in der Natur, ist die Seele?

Ja, wie ist es überhaupt beim Menschen mit seiner Seele bestellt?

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