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Nordkorea


Eine Einschätzung der politischen Lage, aufgrund der Aktualität.

      Eine waffenfreie Welt, wer will das nicht?
      Die Welt abrüsten und die Waffen abschaffen, das ist es, was alle Bürger auf Erden wollen. Aber Bürger leben in Staaten und die haben Regierungen und die entscheiden, ob und wieviel Militär und Waffen sie haben wollen.
      Wenn alle Regierungen auf Erden sich einig sind und sagen: „Wir schaffen alle Waffen ab!“, dann kann man weltweit die Waffen einschmelzen. Realistisch ist das aber nicht, sondern (leider) reines Wunschdenken.
      Denn es reicht nur einer unter vielen, der Waffen besitzt und aufrüstet und alle anderen müssen sich zur Verteidigung ebenfalls rüsten. Es ist ja auch in den persönlichsten Zweierbeziehungen so: für den Frieden braucht es zwei, für den Streit reicht einer. Daher müssen die anderen Staaten zwecks Selbstverteidigung sich ebenfalls bewaffnen, um den einen, der vorhat Krieg zu führen, etwas entgegensetzen zu können.
      Aber nicht nur das, man muß dann auch militärtechnologisch einem möglichen Angreifer überlegen sein, also rüstet man weiter auf und erdenkt und produziert schreckliche Waffen. Was andere wiederum auf den Plan ruft, noch mehr und effektivere Waffen zu produzieren. Nachdem die erste Atomwaffe gebaut, getestet und in Hiroshima 1945 eingesetzt wurde, dachte so mancher, das ist die Spitze der militärischen Entwicklung. Weit gefehlt. Es werden jährlich weiterhin etliche Milliarden Dollar für Waffenentwicklung ausgegeben. Das läßt für die Zukunft wenig Positives erahnen. Alle Appelle an die Mächtigen, das sie abrüsten sollen, bleiben ungehört. Das Problem ist ja, daß die Politik geradezu immer wieder skrupellose Irre an die Macht spült, wie beispielsweise einst Idi Amin Dada oder derzeit in Nordkorea Kim Jong-un, der die Welt am atomaren Abgrund hält.
      Das Regime in Nordkorea ist am Ende, der Staat steht kurz vor dem totalen Zerfall. Ein Aufstand gegen die Regierung steht kurz bevor. Nur das Kriegsgeheul der Staatsmacht hält Militär und Bevölkerung noch zusammen. Die Führung, mit dem 33jährigen Kim Jong-un an der Spitze, steht mit dem Rücken zur Wand.
      Da der Untergang des Regimes droht (Nordkorea leistet sich eine übergroße Armee, mit mehr als eine Million Soldaten), durch das eigene Volk herbeigeführt, mittels einem großen Aufstand, welches einem totalen Gesichtsverlust für das Regime entspricht, auch was die Nachkriegsgeschichte Nordkoreas betrifft, bleibt den Herrschenden nur noch eine Möglichkeit: Krieg!
      Und zwar am besten einen alles zerstörenden Atomkrieg für die Insel Korea. Damit man noch bis zum Menschheitsende von diesem Regime spricht und es nicht vergißt. Genauso wie man Hitler, Stalin, Mao Tse-tung und andere Despoten nie vergessen wird.
      Die Herrscherclique weiß, daß sie einen Krieg nicht überleben werden. Wie viele andere Hunderttausende (oder Millionen) in einem Atomkrieg auch nicht überleben werden. Aber es ist ihnen offensichtlich lieber ihr Leben (und das ihrer Mitbürger) zu verlieren, als ihr Gesicht und die politische Führung.
      Es sei denn die Chinesen oder die Russen kommen ihnen bei einem amerikanischen Angriff zu Hilfe (diese Hilfe hat China schon angekündigt) und sie haben das Kriegsglück auf ihrer Seite und erobern Südkorea (möglichst ohne den Einsatz von Atomwaffen) und erzwingen damit die Wiedervereinigung. Denn das wollen sie (wenn sie dabei an der Macht bleiben können). So setzen sie alles auf eine Karte und spielen mit ihrem Leben (und dem Leben anderer) russisch Roulette.
      Aber da die Nordkoreaner Krieg wollen, ohne ihn anfangen zu mögen, da sie sonst de facto der Aggressor wären (und die Chinesen ihnen dann nicht militärisch zur Seite springen würden), provozieren sie die Nachbarstaaten und die USA derart mit Raketen- und Atomtests, bis ein Staat (USA, Japan, Südkorea) die Nerven verliert und Nordkorea angreift.
      Dabei will Nordkorea, dies sei festzustellen, die Wiedervereinigung ebenso wie Südkorea. Nur hat man andere Vorstellungen davon, wer das Land dann beherrscht und regiert.
      Deutschland ist das Lehrbeispiel für eine friedliche Wiedervereinigung. Man sollte es den Koreanern näher bringen. Aber wie kann man sich die koreanische Wiedervereinigung vorstellen?
      Die Grenzen werden geöffnet und das „unterlegene“ Volk der Nordkoreaner schließt sich dem Volk der Südkoreaner an. Es vereinnahmt dann deren Lebensweise für sich. Also die Nordkoreaner werden von ihrer Mentalität her Südkoreaner - und alles ist gut.
      Es ist nicht davon auszugehen, wenn es zu einer Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea kommt, daß nun bei der Vermischung der beiden Volksteile plötzlich eins überwiegen wird. Der Westen mag denken, es werden die kapitalistischen Südkoreaner sein, die über das gesamte koreanische Volk das Sagen haben werden. Nicht das sie sich da täuschen. Es kann auch anders kommen.
      Als Beispiel mag da Deutschland spielen, wo die Grenzen geöffnet wurden und die Ossis alle zu Wessis wurden. Alle?
      In Deutschland ist eine Ostbürgerin Bundeskanzler geworden und ein Ostpfarrer war Bundespräsident. Und viele Menschen, die das ostdeutsche System, die sozialistische Diktatur, empor hielten, sind im westdeutschen Staatsgetriebe inzwischen fest integriert worden. Die einstige westdeutsche Freiheit ist verloren gegangen und hat Platz gemacht für die Methoden der DDR-Stasi. Ja die Bespitzelung von Bürgern ist nun sogar noch intensiver möglich, dank modernster Technik, als es zu DDR-Zeiten möglich war, und die herrschende Bundeskanzlerin Angela Merkel entpuppt sich immer mehr als Erich Honeckers Rache.
      Was hat das ostdeutsche Volk damals gekämpft und gelitten für Reisefreiheit, für die D-Mark und für ein einheitliches freies Deutschland. Doch was hat es bekommen?
      Wie gewollt: offene Grenzen! Aber nicht nur für sich, sondern vor allem für Hunderttausende bis Millionen Ausländer, die sich nun in ihrem Land ansiedeln dürfen und es entfremden. Bekommen haben sie eine Kanzlerin, die die deutschen Staatsgrenzen auflösen will, zugunsten einer marktorientierten Europa-Ideologie, welche dem Großkapital in die Hände spielt. Es ist der Ausverkauf Deutschlands zu Gunsten einer Wirtschafts-, Wissenschafts- und Politiker-Elite.
      Sicher haben sie damals auch die D-Mark bekommen, für ein paar Tage. Bis der (T)Euro die D-Mark ersetzte. Es war eine Geldentwertung. Und für die Firmen wurden nun die Arbeitskräfte billiger und deren Produkte damit ebenso, wenn sie denn für den Weltmarkt waren. Dafür brach der Mittelstand großenteils weg und die Menschen wurden ärmer. Die Schere zwischen Arm und Reich ist weit auseinander gegangen. Mehr Menschen wurden ärmer, einige Reiche wurden viel reicher. Aber nicht nur in Deutschland wurden die Menschen ärmer. Die beliebten Deutsche Produkte waren auf dem Weltmarkt nun so günstig zu kaufen, daß andere Länder kaum mehr ihre Waren verkaufen konnten. Mit Deutschland hat sich auch Europa und die Welt verändert. Nur in Nordkorea ist kein Wandel erkennbar.
      Wenn aber Nordkorea und Südkorea sich vereinigen, wird nicht nur Nordkorea nicht mehr so sein, wie es war und ist, sondern auch Südkorea. Genauso wie Westdeutschland nicht mehr so ist wie es mal war, als die Grenzen noch unüberwindbar waren. Mancher Deutscher wünscht sich diese Zeit zurück, wo BRD und DDR getrennt waren.
      Es ist so wie man zwei Farben ins Wasser gibt und miteinander mischt, sagen wir mal als Beispiel gelb und blau, daraus wird grün, eine vollkommen andere Farbe. Wer wiedervereinigen will, sollte das wissen. Die Ost- und Westdeutschen wußten das damals offensichtlich nicht. Es ist ja nicht so, daß sich nur das Gute mischt, sondern auch das Schlechte - und zwar von beiden Seiten. Zusammengenommen ergibt sich aus dieser Synthese nicht nur Gutes, sondern auch wieder Schlechtes. Das Schlechte ist die dunkle Seite der Medaille, auf deren anderen Seite das Gute dominiert.
      Die Vorstellung das Menschen, welche plötzlich in einem anderen politischen System leben müssen, schlagartig diese neue Systemideologie aufnehmen und für sich vereinnahmen werden ist zwar möglich, aber das sie versuchen werden ihre persönliche politische Ideologie, die sie in der Vergangenheit gelebt haben, in das neue System einzubringen und es damit zu ändern, ist sehr wahrscheinlich oder jedenfalls nicht ganz auszuschließen.
      Was man daher keinesfalls sagen kann ist: Nordkorea ist das personifizierte Schlechte und Südkorea das einzig und allein Gute. Bei einem Zusammenschluß würde Nordkorea zu Südkorea werden und damit definitiv Gut. Das ist eine vollkommen unrealistische Einschätzung. Wenn 24 Millionen stalinistisch geprägte Menschen sich mit 51 Millionen freiheitlich westlich geprägte Menschen vermischen werden, kann man vorab nicht treffend sagen, was für ein Land daraus wird.
      In Deutschland wurde unter Merkel jedenfalls noch eine orientalische Türkisfarbe mit hinzu gemischt, die sich nicht mit der grünen Farbe verträgt und daraus eine blutrote Farbe zu werden droht.
      Politisch ist die Wiedervereinigung jedenfalls eine Katastrophe, wie sich jetzt immer mehr herausstellt. Quo vadis? Wohin gehst du Deutschland? Wenn es damals nach Honecker gegangen wäre, hätte er liebend gerne die Russen zu Hilfe geholt, mit ihren Panzern und Gewehren, damit er an der Macht bleiben kann und die Ost-Diktatur stabil bleibt. Aber Gorbatschow versagte diese Hilfe und schuf mit Kanzler Kohl - und anderen - ein friedvoll wiedervereinigtes Deutschland.
      Das nordkoreanische Regime will China zu Hilfe rufen, falls es zum Krieg mit Südkorea und den USA kommt. Aber derzeit sieht es so aus, als wolle China keinen militärischen Beistand leisten. Es ist genervt vom widerspenstigen nordkoreanischen Regime, welches sich als Erbmonarchie aufführt. Eigentlich wollen die Chinesen das Nord- und Südkorea getrennt bleibt, damit die Amis nicht nach Nordkorea einmarschieren und damit an ihren Grenzen stehen. Dies würden sie als Bedrohung des eigenen Landes ansehen. Aber genau das wäre ja auch ein Element für Verhandlungen mit China. Nach einer friedvollen Wiedervereinigung, könnten die Amis abziehen, insofern dann Korea ein selbständiges freies Land wäre.
      Nachdem aber der neue US-Präsident Donald Trump China aufgefordert hat Einfluß auf Nordkorea auszuüben, ansonsten werden die USA, ohne auf China Rücksicht zu nehmen, militärisch in Nordkorea zuschlagen, ist China nun in einer Zwangslage, die dazu führen kann, daß China gegen seinen einstigen Verbündeten Krieg führt, um das Regime zu entmachten, damit nicht die Amerikaner in Nordkorea einmarschieren. Denn die Amis wollen die Chinesen auf gar keinen Fall in diesem Land haben. Wenn China in Nordkorea einmarschiert, um das dortige Regime zu entfernen, was natürlich sehr unwahrscheinlich klingt, ist zwar das Regime weg und die Nordkoreaner von Kim Jong-un befreit, aber eine Wiedervereinigung mit Südkorea ist dann in noch weiterer Ferne gerückt. Vielleicht ist dies die zweitbessere Variante derzeit. Die bessere wäre, man einigt sich ohne einen Krieg anzufangen.
      Man muß dem nordkoreanischen Regime etwas anbieten, damit es einer friedvollen Wiedervereinigung zustimmt. Da fehlt es aber noch an Willen und Substanz auf allen Seiten. Nur viel Zeit bleibt nicht mehr.

      Der Kriegsgott ist schon im Anmarsch.

Auszug aus dem Buch „Was ist deutsch? Wer gehört zu den Deutschen?“.


Spiegel: Nordkoreanischer Überläufer hofft auf Volksaufstand Donnerstag, 02.11.2017
web.de: Sind die Tage von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gezählt? Donnerstag, 02.11.2017


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